Wanderausstellung „Frieden geht anders“ in der Genezarethkirche

„Friede ist keine Selbstverständlichkeit. Ihn zu wahren, zu fördern und zu erneuern, ist eine immerwährende Aufgabe“, stellt die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) gleich am Anfang ihrer Friedensdenkschrift fest. Es ist also folgerichtig, dass die Wanderausstellung „Frieden geht anders“ mit einem umfangreichen Begleitprogramm in der Neuköllner Genezarethkirche beim Projekt Startbahn zu Gast ist. „Frieden ist eine Herzensaufgabe aller Religionen“, betonte Pfarrerin Susann Kachel zur Ausstellungseröffnung am Mittwochnachmittag im Schillerkiez.

Am Beispiel konkreter Konflikte in der Welt wird an sieben Stationen auf jeweils drei Tafeln beschrieben, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten. Die Ausstellung richtet sich vorrangig an Jugendliche, bietet Wissenswertes aber auch für Erwachsene. Entwickelt wurde sie von einem interdisziplinären Team im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau.

Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD, wies zur Eröffnung auf das eklatante Ungleichgewicht hin, das in Deutschland zwischen den Verteidigungsausgaben und den Mitteln für die zivile Friedensarbeit besteht. Während für die Bundeswehr Milliardenbeträge ausgegeben werden, stünden im Haushalt des Auswärtigen Amtes für Friedensarbeit nur rund 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Organisation Steps for Peace bietet zur Ausstellung ein Begleitprogramm an. So finden an den Wochenenden öffentliche Führungen statt. Schul- und Konfirmandengruppen lernen in der Ausstellung gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung kennen, die gleichermaßen in Gesellschaft und Politik angewendet werden können.

Die Ausstellung „Frieden geht anders!“ wird bis zum 17. November in der Genezarethkirche (Herrfurthplatz 14) gezeigt; Öffnungszeiten: Montag – Samstag 10 -18 Uhr, Sonntag 14 -18 Uhr.
Führungen am 6. November um 16 Uhr, am 7. und 13. November um 14 Uhr sowie am 14. November um 11 Uhr.

=Christian Kölling=

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