60. Jahrestag des Mauerbaus: Evangelische Kirche gedenkt in Neukölln

Am kommenden Freitag laden die evangelischen Kirchenkreise Neukölln und Lichtenberg-Oberspree zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung ein. Sie trägt den Titel „13. August 1961 – Bau der Berliner Mauer. Die Mauer – verschwunden. Die Grenze – überwunden?“

Superintendent Dr. Christian Nottmeier erinnert: „Die Mauer hat Menschen in unserer Stadt und unserem Land getrennt und war ein Symbol für Unterdrückung und Menschenverachtung. Aber über die Mauer hinweg haben Christinnen und Christen an der Einheit im Glauben festgehalten und auf die Kraft von Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechten vertraut.“ Das habe dazu beigetragen, dass die Mauer keinen Bestand hatte. „Daraus können wir Kraft und Zuversicht für unsere Gegenwart schöpfen“, so Nottmeier.

An der Tabeakirche in der Sonnenallee 311 startet am 13. August um 17 Uhr ein gemeinsamer Spaziergang am Heidekampgraben, dem ehemaligen Grenzstreifen und heutigen Mauerweg, an dem die Bezirksbürgermeister von Neukölln und Treptow-Köpenick teilnehmen. Während der Tour berichten Zeitzeugen über ihre Erfahrungen mit dem Mauerbau und dem Leben im geteilten Berlin. An der Kirche „Zum Vaterhaus“ in der Baumschulenstraße 82 wird der etwa 1,6 Kilometer lange Weg enden. Dort liest der Schriftsteller und Journalist Christoph Dieckmann um 19.30 Uhr zum Abschluss des Abends aus seinem neuen Buch „Woher sind wir geboren. Deutsche Welt- und Heimreisen“.

Eine Anmeldung ist für die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung nicht erforderlich. Eine kurze Mail an suptur@kklios.de würde die Planung aber erleichtern. Es gelten die aktuellen Regelungen des Infektionsschutzes. Während der Veranstaltung ist eine Mund-Nasen-Bedenkung zu tragen. Detaillierte Informationen unter https://www.neukoelln-evangelisch.de/blog/84308

=Christian Kölling=

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