Kommunale Galerien bringen Kunst in den Neuköllner Alltag

Nach der Corona-Zwangspause im letzten Jahr bot das 48 Stunden Neukölln-Festival am vergangenen Wochenende – neben zahlreichen digitalen Angeboten – endlich wieder Kunst im physischen Raum. Dass Kunst und Kultur schon lange zum Neuköllner Alltag gehören, ist nicht zuletzt der Arbeit von zwei kommunalen Galerien zu verdanken.

Die erste kommunale Galerie des Bezirkes öffnete unter dem Namen Galerie im Körnerpark 1983 ihre Türen. Maria und Natalia Petschatnikov zeigen dort gerade ihre Ausstellung „Hidden People“, die die stetige Veränderung der natürlichen Umwelt thematisiert. Ihre Installation aus Karton ist ein fiktives Bild Islands mit Felsen, Pflanzen und Tieren. Die Zwillingsschwestern verwandelten bereits im Oktober 2020 den Körnerpark mit ihrer Kunstinstallation „Garten Porzellan“ in einen magisch-träumerischen Ort.

Als kommunale Galerie Vorort wurde 1992 zusätzlich die Galerie im Saalbau eröffnet, die zentral am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße liegt. Bis zum kommenden Sonntag sind hier in einer Gruppenausstellung die Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die sich am Neuköllner Kunstpreis 2021 beteiligten. Den ersten Preis erhielt Hyungo Park für seine Video-Installation „Time Crystals, Neun Räume“. Mit überzeugender Leichtigkeit spanne Park mit seiner Arbeit einen Bogen vom Konstruktivismus über die Frühphase der Videokunst bis hin zu digitalen 3D-Landschaften, begründete die Jury ihre Entscheidung für den Erstplazierten.

Maria und Natalia Petschatnikov – Hidden People bis zum 22. August in der Galerie im Körnerpark (Schierker Str. 8)

Gruppenausstellung – Neuköllner Kunstpreis bis zum 27. Juni in der Galerie im Saalbau (Karl-Marx-Str. 141)

Beide Ausstellungen sind täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Auf der Grundlage der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung wird weder ein tagesaktuelles negatives Testergebnis noch eine Terminbuchung für den Besuch benötigt. Das Tragen einer FFP2-Maske und die Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 2 Metern im Ausstellungsraum ist weiterhin obligatorisch.

=Christian Kölling=