Fotowettbewerb „Vergessenes Neukölln“ weckt Reminiszenzen an Traditionsbetriebe und die geteilte Stadt

45 Fotografinnen und Fotografen beteiligten sich am N+Fotowettbewerb 2021 und reichten zum Thema „Vergessenes Neukölln“ knapp 130 Beiträge ein. Am Donnerstag gab die Bürgerstiftung Neukölln die Namen der diesjährigen Gewinner bekannt und würdigte gleichzeitig alle eingegangenen Fotografien, von denen 12 Aufnahmen im Fotokalender der Bürgerstiftung 2022 veröffentlicht werden sollen.

„Besonders häufig wurde das Musikhaus Bading abgebildet, welches vor einigen Jahren in einer Silvesternacht bei einem Feuer zerstört wurde“, schrieb die Bürgerstiftung in einer Presseerklärung anlässlich der Preisverleihung. Mit dem Wettbewerbsthema „Vergessenes Neukölln“ sollten Orte im sich stürmisch entwickelnden Bezirk sichtbar gemacht werden, die in Vergessenheit gerieten, obwohl sie erinnernswert sind. Eingereicht werden konnten bis zu drei Motive. Zu gewinnen gab es 300 Euro für den ersten Platz, 200 für den zweiten und 100 für den dritten sowie drei Sachpreise.

Die Aufnahme der Fassade des Tortenversands Manske & Co KG am S-Bahnhof Sonnenallee von Ilona Förster kam auf den 3. Platz. Und auch der diesjährige 1. Platz, den die sechsköpfige Jury an Christian Ehlert vergab, zeigt das Portal einer inzwischen stillgelegten Buchdruckerei in Rudow. Zahlreiche andere Wettbewerbsmotive, wie die mit Platz 2 ausgezeichnete Schwarz-Weiß- Aufnahme von Oliver Wagner, wecken Assoziationen an die Zeit der geteilten Stadt zwischen 1961 und 1989.

Weitere Fotobeiträge, die oft beachtenswerte Einblicke und sehenswerte Motive zeigen, finden Sie hier: https://www.neukoelln-plus.de/was-wir-machen/nfotowettbewerb-neukoelln/fotowettbewerb-2021/

=Christian Kölling=