SG Neukölln schwimmt wieder bei Olympia

tokyo2020Leonie Kullmann und Ole Braunschweig von der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln qualifizierten sich am Wochenende in Berlin für die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Tokio., die vom 23. Juli bis 8. August stattfinden sollen. Um die Olympia-Qualifikation des DSV aus Gründen des Infektionsschutzes überschaubar zu halten, waren nur die aussichtsreichsten Athletinnen und Athleten in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee zugelassen. Während Kullmann bereits 2016 an der Olympiade in Rio de Janeiro teilnahm, sieht Braunschweig seiner ersten Olympiateilnahme entgegen. Beide Sportler der SG Neukölln, die seit 1996 kontinuierlich Olympiateilnehmer stellt, werden trainiert von Lasse Frank.

Ole Braunschweig setzte sich über 100 Meter Rücken im Finale in 53,87 Sekunden gegen die Konkurrenz durch. Er verpasste zwar die Norm über die Einzelstrecke um 17 Hundertstelsekunden, wird aber als schnellster Deutscher Rückenschwimmer für die Lagenstaffel eingesetzt. In einem zweiten Wettkampf hielt er sich – weil in Tokio braunschweig_frank_kullmannohnehin dabei – zudem die Chance für einen Start im Einzel über 100 Meter Rücken offen.

Leonie Kullmann qualifizierte sich für einen Platz in der 4 x 200 Meter-Freistil-Staffel des DSV. Über 400 Meter Freistil verfehlte die 21-Jährige mit einer Zeit von 4:06,25 Minuten hinter Sarah Köhler (4:05,99 Minuten) und Isabel Gose (4:05,19 Minuten) einen der beiden deutschen Einzelplätze nur knapp. Sie könnte aber dennoch auf dieser Distanz starten, sofern Köhler zugunsten ihrer längeren Strecken auf die 400 Meter in Tokio verzichtet.

Ramon Klenz, der neben Kullmann und Braunschweig zum Jahreswechsel 2019 / 2020 aussichtsreicher Schwimmer der SG-Neukölln für eine Olympia-Nominierung war, schaffte es leider nicht: 3,3 Zehntel fehlten über 200 Meter Schmetterling dem ehemaligen deutschen Rekordhalter zur Norm. Im Alleingang unter Anfeuerung der wenigen in der Halle Anwesenden kam er auf eine Zeit von 1:56,63 Minuten.

=Christian Kölling=