Fünf Neuköllner Schulen üben Demokratie ganz konkret

Wie kann Jugendlichen möglichst anschaulich Demokratie nahegebracht werden? Das Projekt Schüler*innenHaushalt der Servicestelle Jugendbeteiligung e. V. hat dafür eine eine ganz besondere Methode entwickelt: Den Schülerinnen und Schülern der teilnehmenden Schulen steht ein festes Budget zur Verfügung, über dessen Verwendung sie in einem demokratischen Prozess entscheiden können. Ende Januar wurden unter den neun Schulen, die sich in Neukölln beworben hatten, fünf Schulen ausgewählt, die mit ihrer Bewerbung am überzeugendsten im Sinne des Projektkonzeptes die Förderung demokratischer Prinzipien in den Mittelpunkt stellten. Die Auswahlentscheidung traf die Servicestelle Jugendbeteiligung e. V. gemeinsam mit dem Bezirksamt Neukölln.

Je 2.000 Euro vergab die Jury an die Schule am Regenweiher, die Otto-Hahn-Schule, die Zuckmayer- und die Adolf-Reichwein-Schule sowie das Albert-Schweitzer-Gymnasium, um in einer Wahl über die Verwendung des Geldes abzustimmen. Am kommenden Dienstag startet die digitale Auftaktveranstaltungen des Projektes. Die Durchführung begleitet die Servicestelle Jugendbeteiligung, die die Schulen auch über das ganze Jahr mit Workshops, Materialien und persönlichen Ansprachen bei der Umsetzung unterstützt.

„Das Projekt trägt zum Demokratieverständnis unserer Kinder und Jugendlichen bei. Sie werden darin bestärkt, dass es sich lohnt, ihre Ideen einzubringen und zu begründen. Ich bin sehr froh, dass wir den Schüler*innenhaushalt in unserem Etat des Bezirksamts mit je 2.000 Euro pro Schule verstetigt haben“, sagte Schulstadträtin Karin Korte vor der Auftaktveranstaltung. Bevor es im Herbst an jeder Schule zur Abstimmung über die Verwendung der 2.000 Euro kommt, sind eine Vorschlags- und eine Diskussionsphase vorgesehen.

=Christian Kölling=