FDP will diesmal mit Fraktionsstärke in die BVV Neukölln einziehen

Die FDP Neukölln nominierte kürzlich auf einer Sondersitzung ihre Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag, das Berliner Abgeordnetenhaus sowie die Bezirksverordnetenversammlung im Superwahljahr 2021. „Ich hoffe, dass wir diesmal in Fraktionsstärke in die BVV einzuziehen, um der Bezirkspolitik noch stärker einen liberalen Stempel aufzudrücken“, erklärte Roland Leppek, der die Bezirksliste wieder anführt. Zusammen mit Franz Wittke gehört er seit den BVV-Wahlen 2016 der „Gruppe der FDP“ im Kommunalparlament an. Zur Bildung einer Fraktion, die mehr Rechte und Einflussmöglichkeiten hat, sind mindestens drei Verordnete notwendig. Zwar konnte die FDP bei den vergangenen Kommunalwahlen einen kräftigen Zuwachs von 3 Prozent erreichen, erzielte insgesamt aber nur 4,2 Prozent der Stimmen, sodass sie den Fraktionsstatus knapp verfehlte.

Roland Leppek (l.) verlangt in der Kommunalpolitik insgesamt mehr Aufmerksamkeit für die Probleme der Bürgerinnen und Bürger. Die Interessenlosigkeit des Bezirksamtes zeige sich unter anderem in der Vermüllung des öffentlichen Raums, aber auch im Umgang mit der Säuglingssterblichkeit, die in Neukölln vergleichsweise hoch sei.

Für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus führt Florian Kluckert die Neuköllner FDP-Liste an. Der 45jährige Diplom-Psychologe ist seit 2016 im Abgeordnetenhaus und in seiner Fraktion Sprecher für Gesundheits- und Kulturpolitik . FDP-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl im Wahlkreis Neukölln wird die 32jährige Wirtschaftsjuristin Janine Falkenberg. Eines ihrer politischen Ziele sei die Schaffung gleicher Bildungs- und Aufstiegschancen. Nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie müsse endlich für alle Lernenden und Studierenden eine optimale digitale Lernumgebung geschaffen werden, sagte Falkenberg in ihrer Vorstellungsrede.

=Christian Kölling=