Zeichnen im realen und virtuellen Raum

„Wir zeichnen einen Comic in Leichter Sprache“ hieß eine sechsteilige Workshop-Reihe, die die Neuköllner Helene-Nathan-Bibliothek kürzlich anbot. Die Comic-Künstlerinnen Elke Renate Steiner und Lilli Loge unterstützten Menschen mit und ohne Lese-Schreib-Beeinträchtigung zum zweiten Mal dabei, neue zeichnerische Ausdrucksmöglichkeit zu finden. Die erste Workshop-Reihe fand im Sommer 2019 statt. Elke Renate Steiner (r.) ist Comiczeichnerin, Live-Zeichnerin und Illustratorin. Lilli Loge veröffentlicht Comics im Selbstverlag und gibt seit 14 Jahren Comic-Zeichnen-Workshops.

„Wegen der Pandemie-Maßnahmen können wir uns heute und an den restlichen November-Terminen leider nicht physisch treffen“, mussten die beiden Künstlerinnen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihres Kurses nach zwei Sitzungen, die im Veranstaltungsraum der Bibliothek über den Dächern Neuköllns stattfanden, leider mitteilen. Dennoch ging das Angebot weiter: In vier Zoom-Konferenzen kam die Gruppe, die sich zusätzlich über eine WhatsApp-Gruppe vernetzt hatte, weiterhin im virtuellen Raum zusammen.

Ab morgen steht uns ein zweiter großer Lockdown bevor. So wie im Frühjahr werden wohl auch die Bibliotheken wieder vollständig geschlossen sein, auch wenn ich gestern Nachmittag in der Neuköllner Stadtbibliothek dafür noch keine offizielle Bestätigung bekam. Wer also ganz dringend in der Bibliothek noch etwas erledigen muss, sollte das heute tun. Und die gute Nachricht ist, dass nicht nur Comic-Zeichnen im realen ebenso wie im virtuellen Raum möglich ist.

=Christian Kölling=