Fahrrad-Protest gegen Autobahnen

„Kein’ Bock auf schwarz-grüne Autobahnen – weder in Hessen noch in Berlin oder irgendwo.“ Rund 1.500 Radfaherinnen und Radfahrer trafen sich unter diesem Motto am Samstagmittag, um gegen den Bau der Autobahn A 49 im Dannenröder Forst bei Marburg ebenso zu protestieren wie gegen den Weiterbau der Stadtautobahn A 100 in Berlin. Die Rodungen haben im Dannenröder Wald in den letzten Wochen zu heftigen Protesten mit teils gewalttägigen Szenen geführt.

Der Fahradkorso begann am Hermannplatz, führte durch die Hermannstraße und die Karl-Marx-Straße zur Einfahrt des Autobahntunnels an der Buschkrugallee. Nach einer Fahrt über die Stadtautobahn fand die Abschlusskundgebung vor dem Bundesverkehrsministerium bzw. der schräg gegenüberliegenden Bundesparteizentrale der Grünen in Mitte statt.

„Wir sind mitten in der Klimakrise: Doch CDU, SPD und Grüne versenken Milliarden in fossile Infrastruktur von vorgestern. Ob Wald und Wasserschutzgebiet oder Wohnhäuser und Clubkultur: Alles wird plattgemacht für noch mehr Autos“, kritisierte das Aktionsbündnis A100 stoppen! und fordert eine Verkehrswende, die mehr Platz und mehr Sicherheit für Radfahrer, Fußgänger und Rollstuhlfahrer im Straßenverkehr bringen soll.

Zwischen Neukölln und Treptow ist seit 2013 ein gut drei Kilometer langer Autobahnabschnitt zwischen Grenzallee und der Straße Am Treptower Park im Bau. Die Eröffnung des Abschnitts ist 2023 vorgesehen. Seit letzten Mittwoch wird die Grenzallee an das Autobahndreieck Neukölln angebunden. Deshalb sind die Auffahrten von der Grenzallee zur A100 und zur A113 bis voraussichtlich Mitte Februar 2021 für den Verkehr gesperrt. Ersatzweise kann die Autobahnauffahrt an der Buschkrugallee genutzt werden, wie die Verkehrsverwaltung kürzlich mitteilte.

=Christian Kölling=