„Langfristig kann nur eine Verlängerung der U7 den Neuköllner Süden vor einem Verkehrskollaps schützen“

Am U-Bahnhof Rudow haben in der Neuköllner Straße die Bauarbeiten für eine neue Bus-Haltebucht begonnen. Die Baumaßnahme gegenüber dem Hanfgraben erfolgt für die zusätzlichen Busse der BVG, die den neu eröffneten Flughafen BER anfahren. Zunächst werden der Gehweg sowie der Radweg verlegt und drei Lichtmasten versetzt . Im Anschluss daran werden neue Bordsteine gesetzt und die neue Haltebucht betoniert. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich Anfang Januar 2021 abgeschlossen sein, wie das Bezirksamt in einer Pressenmitteilung in dieser Woche erklärte.

Der BER wird aus Neukölln leider erstmal nur per Bus erreichbar sein. Immerhin können wir mit den nun freigegebenen Mitteln der Senatsverwaltung die notwendige Haltebucht bauen, die die Busfahrerinnen und Busfahrer als Betriebshaltestelle nutzen können“, kommentierte Bezirksbürgermeister Martin Hikel zum Beginn der Bauarbeiten. „Für den Verkehr in Rudow bringt das eine gewisse Entspannung, aber langfristig kann nur eine Verlängerung der U7 den Neuköllner Süden vor einem Verkehrskollaps schützen“, sagte Hikel und erneuerte damit die Forderung nach einer Verlängerung der U-Bahnlinie 7 bis zum Flughafen BER .

Die Gemeinde Schönefeld und der Bezirk Neukölln befürworten seit langem den Bau einer sechs Kilometer langen U-Bahnverbindung zwischen Rudow und den Flughafen-Terminals. Die BVV Neukölln sprach sich bereits im Frühjahr 2017 mit 48 Stimmen einhellig für eine Verlängerung der U7 zum neuen Flughafen aus. Im August 2020 startete die Initiative „Neukölln in Bewegung – Für eine Verlängerung der U7 bis zum Flughafen BER“ eine Unterschriftensammlung. „Eine Studie schätzt, dass im Jahr 2030 rund 46 Millionen Fluggäste abheben werden, das sind viermal so viele wie am heutigen Flughafen Schönefeld. Außerdem werden 40.000 neue Einwohner in den wachsenden Gemeinden und ca. 85.000 Beschäftigte in der Region zusätzlich erwartet“, begründet die Initiative ihre Forderung.

=Christian Kölling=

Eine Antwort

  1. Was spricht dagegen, dass die Neuköllner umsteigen müssen? Gibt es für alle anderen nicht die S-Bahn-Anbindung? Die U7 ist im Bereich unseres Bezirks doch schon in den letzten Jahren immer ausgelastet.

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