Petition für einen böllerfreien Jahreswechsel

„Setzt euch gemeinsam mit uns für ein böllerfreies Silvester ein. Gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtig, dass wir unsere Luft nicht zusätzlich durch weiteren Feinstaub belasten. Immer mehr Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen einer hohen Luftbelastung und einem schweren Krankheitsverlauf bei Covid-19 hin.“ Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert mit Nachdruck ein Verbot von privaten Silvester-Feuerwerken, denn die unkontrollierte Böllerei führt jährlich – nicht nur in Neukölln – zu schweren Verletzungen, Todesfällen und hohen Sachschäden. Darüber hinaus verursacht sie erhebliche gesundheitliche Belastungen, riesige Abfallberge sowie unzählige Beeinträchtigungen für Natur und Tierwelt.

Über 250.000 Unterschriften sind für die Internet-Petition unter dem Titel „Verbot von Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen“ in diesem Jahr bereits eingegangen. Zusätzlich hat die DUH ein Musterschreiben ins Netz gestellt. Es gibt Formulierungshilfen, wie alle Kundinnen und Kunden ihre Händler vor Ort auffordern können, auf den Verkauf von Pyrotechnik zu verzichten.

„Aus unserer Händlerumfrage in diesem Jahr geht hervor, dass einige prominente Ketten und Geschäfte den Verkauf von Pyrotechnik gestoppt haben oder bald stoppen werden“, erklärt die Umwelthilfe zuversichtlich. Die Baumarktkette Hornbach, die Raiffeisen Waren GmbH und die K+K Klaas & Kock gingen mit gutem Beispiel voran und hätten den Verkauf von Pyrotechnik bereits eingestellt. Einige Einzelhändler von Edeka und Rewe würden ebenfalls auf den Verkauf verzichten. „So soll es weitergehen!“, lautet die optimistische Zwischenbilanz der Petitenten.

=Christian Kölling=