Neuer Spielplatz an der Thomashöhe steht ganz im Zeichen der Inka-Kultur

Die Anfänge der Inka-Zivilisation in Südamerika liegen im mythischen Dunkel. Doch Historiker vermuten, dass die Inka seit dem Jahr 1200 in nur drei Jahrhunderten eine Hochkultur schufen, deren riesiges Reich vom heutigen Kolumbien bis in den Norden Chiles und Argentiniens reichte. Auf dem neugestalteten Spielplatz an der Thomashöhe in Neukölln können jetzt Kinder spielerisch in dieses rätselhafte Inka-Reich eintauchen. Die umfangreiche Instandsetzung und Neugestaltung des Platzes zwischen Thomasstraße und Mittelweg ist abgeschlossen, sodass Bezirksbürgermeister Martin Hikel am Montagmittag den Spielplatz eröffnen und den Kindern übergeben konnte.

Auf dem insgesamt 3.000 Quadratmeter großen Areal finden sich überall in Stein gehauene Zeichen und Motive der Inka-Kultur. Beeindruckende Ruinen, Mauern und Tore aus Elbsandstein, dazu Türme, Seile und viele Baumstämme laden zum Klettern und Balancieren ein. Sogar an zwei Lamas – einst zuverlässige Lasttiere der Inka – wurde gedacht. Neben einer Sonnenuhr, einem Kalender und kunstvoll gehämmerten Reliefs erwartet ein 50 Meter langes Wasserspiel mit Becken, Stauwehren und Schöpfwerk die jungen Besucher. Am Eröffnungstag lagen auch Holzklöppel und Meißel bereit, mit denen die Kinder die Steine selbst bearbeiten konnten.

Für die Gestaltung des Ortes hatte der Spielplatzbauer Matthias Schmidt von Stockundstein, der mit dem Grünflächenamt Neukölln und der Firma Kusche und Frotscher zusammen arbeitete, zuvor Kinder und Jugendliche aus dem Zentrum Lessinghöhe und dem Hort “Coole Kids” zu Workshops eingeladen. Auch der am Spielplatzbau beteiligte freischaffende Steinmetz und Bildhauer Dietmar Schaz war zur Eröffnung der Anlage gekommen, die die lange Liste der Neuköllner Spielplätze nun bereichert.

=Christian Kölling=

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