Neukölln putzt seine Stolpersteine

Über 200 Stolpersteine wurden in den vergangenen sechs Jahren in Neukölln verlegt. Sie sollen zwischen der Schillerpromenade, wo der erste Gedenkstein ins Pflaster eingelassen wurde, und Rudow, wo der jüngste Stolperstein liegt, die Erinnerung an die Opfer des Nazi-Regimes auch in unserem Bezirk wachhalten.

Das Neuköllner Engagement Zentrum (NEZ) will deshalb gemeinsam mit Projekten, Initiativen sowie mit tatkräftiger Unterstützung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger während der Freiwilligentage Berlin vom 11. bis 20. September alle Stolpersteine im Bezirk putzen, sodass sie auf den Straßen wieder in neuem Glanz erstrahlen können. Zum einen bieten das NEZ und seine Kooperationspartner bereits festgelegte Spaziergänge an, bei denen sich noch Freiwillige nach Anmeldung per Mail an beratung@nez-neukoelln.de beteiligen können. Eine Auflistung aller Spaziergänge gibt es auf der Webseite https://www.nez-neukoelln.de/berliner-freiwilligentage-neukoelln-putzt-stolpersteine. Weitere Spaziergänge vom Pro Neubritz e. V. und Shalom Rollberg werden wahrscheinlich noch hinzukommen.

Außerdem können engagierte Neuköllnerinnen und Neuköllner selbst einen Putz-Spaziergang organisieren und durchführen. „In Nord-Neukölln gibt es noch einige Stolpersteine, die bisher nicht geputzt werden“, sagte mir kürzlich Lukas Schulte von der Bürgerstiftung Neukölln, bei dem es weitere Informationen zu den Putz-Spaziergängen gibt.

=Christian Kölling=