Neue Koordinationsstelle für Umweltbildung will Projekte vernetzen und Angebote erfassen

In Neukölln gibt es rund 50 Anlaufpunkte für Umweltbildung zu den verschiedensten Themenbereichen. Nicht nur bekannte Einrichtungen wie die seit 100 Jahren bestehende August-Heyn-Gartenarbeitsschule bereichern die Umweltbildungslandschaft. Auch viele ehrenamtliche Vereine oder Initiativen engagieren sich für die Umweltbildung. Außerdem gibt es zahlreiche Kindertagesstätten, Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen oder Stadtquartiere, die Projekte für Umweltbildung, Natur-und Umweltschutz initiieren. Um diese Angebotsvielfalt noch besser bekannt zu machen, wurde beim Freilandlabor Britz e. V. die Koordinierungsstelle für Umweltbildung in Neukölln eingerichtet. Gefördert wird sie von der Abteilung Umwelt und Natur des Bezirksamts Neukölln.

Kürzlich wies die Koordinationsstelle in einer Pressemitteilung auf ihre neue Webseite hin, Auf einer Karte sind bereits alle bekannten Projekte im Bezirk Neukölln erfasst. Auch auf die erste Aktion der Koordinierungsstelle für Umweltbildung wird ausführlich hingewiesen: Als Beitrag zur gesunden Ernährung und für ein nachhaltiges Leben sei es immer wichtiger, dass Kinder erfahren, wie sich Pflanzen und Früchte entwickeln und wann ihre Erntezeit ist.

Die Koordinationsstelle für Umweltbildung unterstützt deshalb die Einrichtung von 20 Naschecken, wo es leckere Früchte gibt. Mit den Naschecken wird den Kindern bewusst, dass eine Brombeere oder Kirsche eine Sommerfrucht ist und keineswegs das ganze Jahr verfügbar. Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen können sich für die Schaffung einer Naschecke mit Beerensträuchern und Wildfrüchten bis 18. September bewerben (info@umweltbildung-neukoelln.de, Tel. 030/703 3020) bewerben. Die Pflanzung von Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, aber auch Holunder, Felsenbirnen, Kornelkirschen, Hagebutten u. a. wird unterstützt. Selbstverständlich werden die Einrichtungen auch bei der Anlage eigener Naschecken beraten.

Auf der Webseite der Koordinationsstelle sollen künftig alle, die nach Angeboten suchen, sich über Einrichtungen, Projekte und grüne Lernorte informieren können. Für aktuelle Veranstaltungen und Projekte ist ein Kalender angelegt worden. Es besteht auch die Möglichkeit, ein interessantes Umweltbildungsprojekt auf der Webseite vorzustellen. Für Wünsche und Ideen ist die von Petra Gantzberg geleitete Koordinierungsstelle immer offen. So soll auch der zukünftige Bedarf an Umweltbildungsangeboten ermittelt werden.

=Christian Kölling=