Drei Ausstellungen parallel im Körnerpark

Mit dem zerbrechlichen Verhältnis von Mensch und Natur setzt sich noch bis in den Herbst in der Galerie im Körnerpark die Ausstellung „Fragile Times“ auseinander. Begleitend zur Ausstellung präsentiert sich seit einigen Tagen im Kreativraum der Galerie das Projekt „There May Be Milk There May Be Hay“ (Es könnte Milch geben, es könnte Heu geben).

Die Performance-Künstlerinnen Viviana Druga und Dafna Maimon haben den Raum im Körnerpark umgebaut, um dort ein Labor für somatische Erfahrungsstrategien einzurichten. Als Vorbereitung schrieben sich die Künstlerinnen während des Frühlings Briefe, in denen sie über emotionale und körperliche Intelligenz meditieren. „Dabei begreifen sie ihre Gebärmütter als eigentliches Gehirn dieser Korrespondenz. Gegenstand ihres Austauschs sind Fragen rund um Reproduktion, Liebe, Fruchtbarkeit und Opfer, wobei beide Künstlerinnen aus ihren persönlichen Erfahrungen und Biographien schöpfen“, erklärt der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln in seiner Presseinformation zum Hintergrund des Projektes.

Auf der Rasenfläche vor der Galerie im Körnerpark zeigen zudem die Künstlerinnen Maria und Natalia Petschatnikov ihr Projekt „Creatures“. Die in St. Petersburg geborenen Zwillingsschwestern entwickelten hierfür mit Witz und Phantasie runde, pelzige Figuren in unterschiedlichen Größen. Sind die lustigen Geschöpfe etwa geklonte Organismen der Zukunft oder eine unbekannte Spezies aus längst vergangen Zeiten? „Die Arbeit bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität. Sie arbeitet die Parallelen zwischen Kunst und Wissenschaft heraus“, befindet das Neuköllner Kulturamt. Vielleicht sind die kuriosen Pelzkugeln aber auch einfach nur hübsch anzuschauen und machen zusätzlich Lust auf einen erholsamen Besuch im Körnerpark.

Die Ausstellung „Fragile Times“ ist bis zum 25. Oktober in der Galerie im Körnerpark (Schierker Str. 8) zu sehen; Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 12 – 18, Sa. + So. 10 – 20 Uhr.

Der performative Briefwechsel „There May Be Milk May Be Hay“ wird bis zum 23. August im Kreativraum der Galerie gezeigt. Parallel findet das „Creatures“-Projekt auf der Rasenfläche vor den Ausstellungsräumen statt.

=Christian Kölling=