Erste PopUp-Bike-Lane Neuköllns verbessert Rad-Infrastruktur in Britz

„Gerade in der Corona-Krise ist es gut, zu laufen oder mit dem Rad zu fahren, um notwendige Wege zurückzulegen, Ansteckungsrisiken in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden, den ÖPNV zu entlasten und sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen“, sagte sich die Bezirksverordnete Christa Emde. Zusammen mit der Grünen-Fraktion brachte sie deshalb Anfang Mai in die BVV-Sitzung gleich mehrere Anträge zur Einrichtung temporärer Radwege auf Hauptverkehrsstraßen sowie zur vorübergehenden Schließung von Nebenstraßen für den Autoverkehr ein. Nach einem längeren Abstimmungsprozess zwischen Politik und Verwaltung wurde nun am vergangenen Montag die erste Neuköllner PopUp-Bike-Lane auf einer Länge von 1.450 Metern in der Blaschkoallee eingerichtet. Auf der südlichen Straßenseite verläuft der mit Barken gesicherte Radstreifen zwischen Britzer Damm und Buschkrugallee, auf der nördlichen Fahrbahnseite führt er von der Riesestraße bis zum Britzer Damm.

„Bislang war die Blaschkoallee, eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Neukölln, mit dem Fahrrad kaum nutzbar.“ Der temporäre Radweg schließe nun diese Sicherheitslücke in Britz und führe auch dazu, dass der Bezirk näher zusammenwächst, erklärte Bezirksbürgermeister Martin Hikel zur Eröffnung der ersten PopUp-Bike-Lane in Neukölln.

Wie das Bezirksamt weiterhin mitteilte, bestand für die Blaschkoallee noch keine Planungsgrundlage. Diese wurde kurzfristig vom Bezirksamt in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Senatsverwaltung erarbeitet. Mittelfristig sei eine Verlängerung bis zum Tempelhofer Weg angedacht. Im Zuge der neuen Radverkehrsinfrastruktur entfallen die entlang der Blaschkoallee vorhandenen Parkplätze am Straßenrand. Die temporäre Bike-Lane wird entsprechend den Vorgaben der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zunächst bis zum 31. Dezember 2020 eingerichtet.

=Christian Kölling=