Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln fordert: „Keine halben Sachen auf der Hermannstraße!“

Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln beschloss in der letzten Woche, im August für Teilabschnitte der Hermannstraße temporäre Fahrradwege, sogenannte Pop-Up-Bike-Lanes, einzurichten. „Wir kämpfen seit Jahren für einen sicheren Radweg auf der Hermannstraße“, freute sich das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln über diesen ersten Schritt. Die Hermannstraße werde täglich von Tausenden genutzt. Für den Rad- und den Fußverkehr sei die Situation seit Jahren sehr gefährlich, weil die bisherige Flächenaufteilung einseitig den PKW- sowie den LKW-Verkehr bevorzugt.

Niemand wisse aber momentan, auf welchen Abschnitten der Hermannstraße und in welcher Länge die Pop-Up-Bike-Lane konkret eingerichtet wird, kritisiert die Initiative und warnt : „Wir befürchten eine Minimallösung von wenigen hundert Metern, also keine sichere Rad-Infrastruktur nennenswerter Größe. Solche politischen Kompromisse sind mit uns jedoch nicht zu machen!“

Unter Berufung auf das Berliner Mobilitätsgesetz fordern die Aktiven auch weiterhin einen durchgehenden und gesicherten Radweg für die gesamte Hermannstraße und kein Stückwerk oder eine isolierte Lösung für den nördlichen Teil. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage setzt sich das Netzwerk zudem kurzfristig für eine sichere Rad-Infrastruktur auf allen Hauptverkehrsachsen in Neukölln ein, damit beispielsweise Nutzerinnen und Nutzer der U7 und der U8 sowie des M41 bei Bedarf leichter auf das Rad umsteigen können.

=Christian Kölling=