Dauerausstellung über die 100-jährige Geschichte der August-Heyn-Gartenarbeitsschule eröffnet

„Lehrende und Erziehende sollten mit den Kindern unbedingt wieder in die August-Heyn-Gartenarbeitsschule kommen! Sie bietet ihnen im Sinne des ganzheitlichen Lernens und Begreifens in der Natur und Umwelt wunderbare Erlebnisse“, erinnerte Bildungs- und Schulstadträtin Karin Korte daran, dass einer der nachgefragtesten außerschulischen Lernorte in Neukölln für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet ist. August Heyn war ein leidenschaftlicher Volksschullehrer und Schulreformer. Der passionierte Gärtner nutzte die Natur und ihre Gesetze als reiche Quelle für die ganzheitliche Erziehung seiner Schülerinnen und Schüler. Als sozialdemokratischer Stadtverordneter in Neukölln konnte er den Berliner Magistrat von der Notwendigkeit seiner Idee der Gartenarbeitsschulen überzeugen.

Eine Ausstellung zur Geschichte des grünen Lernortes, der am 1. April 1920 in der Nähe des Teltowkanals als erste Gartenarbeitsschule Berlins gegründet wurde, hat Ursula Bach für das Museum Neukölln erarbeitet. Die Ausstellung steht jetzt dauerhaft auf dem Gelände an der Fritz-Reuter-Allee 121 und wurde am Freitagnachmittag vergangener Woche von Bezirksstadträtin Korte eröffnet. Mit dem Mobilen Museum Neukölln sollen die Tafeln zudem parallel an verschiedensten Stellen im Bezirk gezeigt werden.

Schulleiterein Yasmin Mosler-Kolbe warb für den Besuch der August-Heyn-Gartenarbeitsschule: „Wir sind darauf vorbereitet, unsere Projekte in Kleingruppen durchzuführen. Unsere Schafe haben sich extra feingemacht und waren beim Friseur und der Klauenpflege. Nun gibt es wieder reichlich Wolle zum Filzen. Die Kirschen reifen am Baum und möchten gepflückt und die erste Konfitüre gekocht werden.“ Auf dem Gelände gibt es auch ein Binokular zum Beobachten der Boden- und Teichtiere. Ein Fühlpfad lädt zu einem Rundgang mit allen Sinnen ein und die Pedalo-Spielgeräte zur Schulung des Gleichgewichtssinnes in freier Natur.

Die Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag der August-Heyn-Gartenarbeitsschule, musste coronabedingt verschoben werden. Es ist vorgesehen, die Feier mit dem diesjährigen Herbstfest der Gartenarbeitsschule am 4. September zu verbinden.

Lehrende und Erziehende können die Gartenarbeitsschule mit ihren Gruppen wieder besuchen. Die Kinder werden dann entsprechend der Anzahl in eins bis vier Gruppen à vier bis zehn Kinder aufgeteilt und wenn möglich arbeitsgleich oder zu unterschiedlichen Themen betreut. Informationen über die Anmeldung auf www.ahgasn.de/willkommen/

=Christian Kölling=