Ganesha-Tempel an der Hasenheide nimmt allmählich Gestalt an

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Hindu-Tempel in Neukölln, wo kürzlich das Baugerüst des 17 Meter hohen Königsturmes endgültig entfernt wurde, informierten sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Bezirksverordnete von SPD und Grünen am vergangenen Dienstagnachmittag. Für Vilwanathan Krishnamurthy, Jayarama Naidu und alle anderen Unterstützer vom Sri Ganesha Hindu Tempel e. V. ist der Bau der repräsentativen Tempelanlage zu einer Lebensaufgabe geworden, die sie seit 2005 beharrlich verfolgen. „Der Königsturm an der Hasenheide wird der höchste Ganesha-Turm weltweit. In Europa wird er der höchste Turm eines hinduistischen Tempels“ erklärte Krishnamurthy. Auf der Vorder- und der Rückseite des Turmes sind in fünf Etagen die Statuen der verschiedensten Gottheiten des hinduistischen Glaubens zu sehen.

„Der Tempel soll nicht nur ein Ort für die Gläubigen sein. Er soll auch ein Begegnungsort für den interkulturellen Austausch sein und allen Interessierten offen stehen“, sagte Krishnamurthy weiter. Bijan Atashgahi, SPD-Verordneter und langjähriges Mitglied des Integrationsausschusses der BVV, unterstrich: „ Es war richtig, dass wir diesen Tempel in Neukölln ermöglicht haben. Er ist ein Zeichen der Diversität Neuköllns.“ Bezirksbürgermeister Hikel kommentierte: „Ganesha ist der Gott der Energie und Klugheit. Passt gut zu Neukölln.“

Auch hinter dem Portal, wo auf einer Fläche von 32 mal 27 Metern der Tempel entsteht, der weit über 100 Gläubigen gleichzeitig Platz bieten soll, sind die Baufortschritte inzwischen deutlich zu erkennen. In allen vier Ecken werden gerade die Schreine für die verschiedensten Gottheiten gemauert, und in der Mitte des Tempels wird eine Andachtsstätte für Ganesha entstehen. „Wir wollen im Oktober das Richtfest feiern und im März 2021 wird der Tempel eröffnet“, kündigte Krishnamurthy an. Bis dahin müssen aber noch einige Hindernisse beseitigt werden. Die Coronakrise erschwert es, geeignete Facharbeiter für den Tempelbau zu finden. Und auch einige profane Schwierigkeiten müssen noch überwunden werden. „Wir brauchen dringend eine Feuerwehrzufahrt. Der Zaun an der Straße muss unbedingt erhöht werden und wir wollen, dass der Weg zum Tempel beleuchtet wird“, meldete Krishnamutrthy seine Wünsche bei den Kommunalpolitikern an.

=Christian Kölling=