Protest der Bewegung „Black Lives Matter“ endete friedlich auf dem Hermannplatz

Weltweit demonstrieren Menschen gegen rassistische Gewalt, nachdem am Montag vergangener Woche der Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ums Leben kam. Am Pfingstsonntag endete auf dem Hermannplatz eine Demonstration, die am Mehringdamm begann und der nach Angaben eines Polizeisprechers zeitweise bis zu 1.500 Menschen folgten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten u. a. Gerechtigkeit für George Floyd und ein Ende rassistischer Polizeigewalt. “Black lives matter” (Schwarze Leben zählen), „White silence is violence“ (Schweigen der Weißen ist Gewalt), „Being black is not a crime“ (Schwarz zu sein, ist kein Verbrechen), „I can’t breathe“ (Ich kann nicht atmen) lauteten einige Slogans auf den mitgeführten Plakaten. Weitere Proteste in Berlin wurden angekündigt.

Unterdessen wird die Presse bei ihrer Berichterstattung in den USA immer öfter behindert. Zuerst wurden der CNN-Reporter Omar Jimenez und sein Team in der vergangenen Woche während eines Live-Berichtes in der Stadt Minneapolis kurzzeitig festgenommen. “Bei den Protesten in etwa 30 Städten der USA wurden in den vergangenen Tagen mindestens 68 Übergriffe auf Medienschaffende dokumentiert. Die Gewalt ging dabei zumeist von der Polizei, aber auch von Protestierenden aus”, erklärte die Organisation Reporter ohne Grenzen vorgestern. Die Fotografin Linda Tirado verlor in Minneapolis ihr linkes Auge, weil sie von einer Gummikugel der Polizei im Gesicht getroffen wurde.

Über die Bewegung “Black Lives Matter” in Berlin informiert die Webseite https://www.blacklivesmatterberlin.de/

=Christian Kölling=