Festival „Offenes Neukölln“ diesmal im virtuellen und realen Raum für ein friedliches Miteinander

Vom 5. bis 7. Juni lädt das Bündnis Neukölln zum Festival „Offenes Neukölln“ein: Zum vierten Mal setzen Initiativen im Bezirk ein Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus – damit Neukölln ein Ort bleibt, in dem alle sicher und gerne leben. Wegen der Corona-Pandemie findet das Festival in diesem Jahr größtenteils im virtuellen Raum online statt: Interessierte können auf der Programmseite aus augenblicklich knapp 60 Veranstaltungen das für sie passende Angebot herausfiltern.

Es gibt Livestreams, interaktive Web-Konferenzen, Kurzfilme, Sticker- und Video-Aktionen, virtuelle Ausstellungen und vieles mehr. Unter dem Titel „Gemeinsam stark – Strategien für eine tolerante Sonnenallee“ laden beispielsweise die Grüne-Abgeordneten Dr. Susanna Kahlefeld und Anja Kofbinger am Freitag von 19 bis 21 Uhr zu einer Online-Diskussion ein.

Einige Angebote werden aber auch diesmal im realen Leben stattfinden. Die Kirchengemeinden Gropiusstadt bieten wieder ihre Radtour zu Orten rechter Gewalt in Neukölln. Da ein gemeinsames Radeln in diesem Jahr nicht möglich ist, wird die Route mit Erläuterungen zur Verfügung gestellt. Anhand des pdf-Fahrplans können ausgewählte Orte, an denen es gewalttätige, rechte Übergriffe gegeben hat, selbst abgefahren werden.

Die Initiative „Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ veranstaltet am Sonntag von 14 bis 16 Uhr eine Rallye gegen Nazi-Schmiereien. Wo entdeckt man sie? Was bedeuten sie? Wer steckt dahinter? Und wie werden sie entfernt? Zusammen mit Irmela Mensah-Schramm, die seit vielen Jahren rechte Schmierereien und Aufkleber in Rudow beseitigt, will die Initiative auf die Suche gehen.

=Christian Kölling=