„Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!“: Neuköllner Falken demonstrieren am 1. Mai mit Schattenbildern

Nur selten hat es seit 1890 zum Tag der Arbeit am 1. Mai keine Demonstrationen und Kundgebungen in Deutschland gegeben. Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus zwingt jedoch auch den Deutschen Gewerkschaftsbund zu einer einmaligen Entscheidung. „Schweren Herzens müssen wir die 1. Mai-Kundgebungen dieses Jahres leider absagen. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!“, erklärte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann bereits im März.

„Der ‚Tag der Arbeit‘ ohne Arbeiter? Der 1. Mai ohne Demonstration?“ Für die Neuköllner Falken eine kaum zu ertragende Situation. „Wir haben einen anderen Weg gefunden, um zu zeigen, wie viele wir sind und welche Forderungen wir haben“, schrieb ihr Kreisvorsitzender Lasse Jahn in einer Pressemitteilung. Gemeinsam mit dem DGB Neukölln werden die Falken heute Mittag gemalte Schattenbilder von Kindern und Jugendlichen an der Fritz-Karsen-Schule anbringen. „Wir haben unsere Kinder gebeten, einen Umriss ihres Körpers zu malen, in demonstrierender Pose, also mit Fahne oder einem Transparent in der Hand und ihre Forderungen und Wünsche zum 1. Mai darauf zu schreiben oder zu malen“, beschreibt Jahn die Aktion. Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Robert Giese, Schulleiter der Fritz-Karsen-Schule werden unter Berücksichtigung aller Abstandsregeln beim Anbringen der Schattenbilder mit dabei sei.

„Ich freue mich sehr über diese tolle und kreative Aktion der Falken Neukölln in Kooperation mit der Fritz-Karsen-Schule. Solidarität ist gerade in dieser Zeit besonders wichtig. Als Gewerkschafter*innen wissen wir: Ohne uns geht’s nicht und der 1. Mai ist unser Tag!“, so Mirjam Blumenthal, Vorsitzende des DGB Neukölln.

=Christian Kölling=

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