Vor 100 Jahren wurde in Neukölln die erste Gartenarbeitsschule Berlins gegründet

„Ich möchte heute an die gesamtstädtische Bedeutung aller Berliner Gartenarbeitsschulen als grüne Lernorte Berlins erinnern. Wir haben einen Schatz zu feiern, der praktische, naturnahe und nachhaltige Wissensvermittlung für unsere Schülerinnen und Schüler anbietet.“ Auch wenn die für Mai geplante Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag aufgrund der aktuellen Situation verschoben werden muss, erinnerte Bezirksstadträtin Karin Korte am vergangenen Mittwoch in einer Pressemitteilung an die Eröffnung der ersten Gartenarbeitsschule Berlins und ihren Gründer August Heyn.

Die Gartenarbeitsschule Berlins wurde am 1. April 1920 in der Nähe des Teltowkanals gegründet. Viele weitere Gartenarbeitsschulen folgten an anderen Orten. 1995 wurde die bis dato namenlose Neuköllner Gartenarbeitsschule an der Fritz-Reuter-Allee 121 nach ihrem Gründer August Heyn (1897-1959) benannt. „Als passionierter Gärtner vermochte er es, die Natur und ihre Gesetze als reiche Quelle für die ganzheitliche Erziehung der ihm anvertrauten Schülerinnen und Schüler zu nutzen. Als sozialdemokratischer Stadtverordneter in Neukölln verstand er es, höhere Stellen im Magistrat von der Notwendigkeit von Gartenarbeitsschulen zu überzeugen“, würdigte Korte das Lebenswerk von Heyn. Heyns Grabstätte auf dem Friedrichwerderschen Friedhof II wird jetzt eine Ehrengrabstätte des Landes Berlin, wofür sich der Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitsschule zusammen mit Schulstadträtin Korte eingesetzt hatten.

Heute gehört die August-Heyn-Gartenarbeitsschule zu den nachgefragtesten außerschulischen Lernorten des Bezirks Neukölln. Es ist vorgesehen, die Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag beim Herbstfest der Gartenarbeitsschule am 4. September nachzuholen.

=Christian Kölling=