Aufgeschoben und aufgehoben

Eigentlich hätte gestern die 66. Britzer Baumblüte beginnen sollen. Doch wie so vieles andere verhindert die Corona-Krise auch das zweiwöchige Volksfest am Gutshof Britz. Eine Absage, die Rummel-Fans bedauern werden, die aber für die Schausteller erheblich mehr bedeutet: große wirtschaftliche Einbußen.

Ein derartiges Debakel droht immerhin denen nicht, die mit ihren Angeboten zum Gelingen der Neuköllner Maientage beitragen. Nur: Wie geplant, vom 1. Mai bis 1. Juni, wird das Volksfest in der Hasenheide keinesfalls stattfinden. Darauf verständigten sich gestern Bezirksbürgermeister Martin Hikel und der Maientage-Organisator Thilo-Harry Wollenschlaeger. Sie beschlossen, das Volksfest in die zweite Jahreshälfte zu verschieben – auf welchen Termin genau, das hänge von der Entwicklung der Pandemie und den Kapazitäten der Schausteller ab.

„Wir freuen uns, dass die Neuköllner Maientage 2020 nicht ausfallen müssen. Die Menschen im Bezirk und in ganz Berlin werden gerade nach dieser Krise einen Ort brauchen, an dem sie wieder gemeinsam unbeschwert fröhlich sein können“, so Wollenschlaeger. Zugleich sei die Verschiebung ein über den Bezirk hinaus bedeutsames Signal für das rasche und verantwortungsvolle Handeln von Politikern und anderen Entscheidern, „die dabei auch an die notwendige Existenzsicherung einer Branche gedacht haben, die den Menschen Freizeit zum Vergnügen bereitet.“

Die seit 55 Jahren stattfindenden Maientage seien fest im Kalender von vielen Neuköllner und Berliner Familien notiert, ergänzte Hikel: „Der Ausblick auf die Zeit nach Corona soll für unsere Familien auch Highlights enthalten. Deshalb wollen wir die Maientage dieses Jahr nachholen, sobald das möglich ist.“

=Gast=