Tierische Rasenmäher auf dem Tempelhofer Feld

Nach der Brutzeit der Feldlerchen startete im August 2019 auf dem Tempelhofer Feld das fünfjährige Pilotprojekt „Beweidung“. 25 Skuddenschafe wurden damals vom Britzer Garten und Arche Park am Kienberg zum Feld gebracht, um dort den Herbst zu verbringen.

Mit knapp 60 Skudden begann am vergangenen Freitag auf einem eingezäunten, etwa 23 Hektar großen Bereich im Südosten des Geländes die zweite Saison. Damit die Schafe immer wieder frisches Futter haben, erfolgt nach mehreren Wochen ein Flächenwechsel. Schonender als mit Traktoren sei die Landschaftspflege, teilte die Grün Berlin GmbH mit: „Durch das Grasen der Tiere ändern sich die Flächenbedingungen nicht plötzlich und radikal, sondern langsam und kontinuierlich. Statt eines Kahlschnitts entsteht ein vielfältiges, mosaikartiges Flächenbild, weil die Schafe selektiv grasen.“ Zudem hätten wissenschaftliche Studien belegt, dass eine Beweidung die biologische Vielfalt positiv beeinflusse, und Skudden würden sich für die Landschaftspflege besonders gut eignen, weil die Vertreter der kleinsten deutschen Schafrasse genügsam und widerstandsfähig seien.

=Gast=