Allen Absagen zum Trotz

Niemand weiß genau, wie der Stand der Dinge in Sachen Covid-19 am dritten Juni-Wochenende sein wird. Was aber sicher ist: Wie geplant wird dann die diesjährige Ausgabe des Kunstfestivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN stattfinden, allerdings in anderer Form als bisher – vor allem online.

„Wir werden am Termin festhalten, auch wenn die Situation unübersichtlich und schwer einzuschätzen ist“, informierten Dr. Martin Steffens und Thorsten Schlenger, die beiden Festivalleiter, nun die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler. „Es ist nicht der Moment, unser Festival abzusagen, sondern der aktuellen Entwicklung mit Mitteln der Kunst zu begegnen. Wir möchten die Ereignisse mit Achtsamkeit begleiten und bleiben uns als Festival der Verantwortung Euch und unserem Publikum gegenüber bewusst. Deshalb werden wir gemeinsam neue Wege der Kunstpräsentation beschreiten: Eine Herausforderung, aber auch eine große Chance.“

Konkret bedeute das, dass Ausstellungen im digitalen Raum und Atelierbesuche z. B. via Skype realisiert werden. Weiterhin zugängliche Ausstellungsflächen würden Werbe-Screens, Litfasssäulen und Schaufenster. „Gemeinsam bringen wir Kunst in den öffentlichen Raum und digital in die Wohnungen der Menschen, die Ende Juni eine künstlerische Reflexion der Ereignisse, aber auch inspirierende Impulse sicher dringend brauchen.“

Zudem, kündigten Steffens und Schlenger an, werde die diesjährige Themenstellung „Boom“ durch „#systemrelevant“ ergänzt, um die Frage aufzuwerfen, welchen Beitrag Kunst und Kultur in den Zeiten der Krise leisten kann.