„Huch – eine Spinne!“ verknüpft auf spielerische Weise Kunst und Biologie

„Vor Spinnen habe ich früher keine Angst gehabt, eher vor Mäusen“. Bezirksstadträtin Karin Korte erklärte zur Eröffnung der Mitmach-Ausstellung „Huch eine Spinne“ den vielen ganz jungen Besuchern anschaulich, dass Ängste zwar normal sind, aber längst keine Ausrede sein sollten, um nicht neugierig zu sein und den Dingen forschend auf den Grund zu gehen. Zahlreiche gruselige Geschichten und Mythen ranken sich um Spinnentiere. Viele Menschen ekeln sich vor ihnen. Die Mitmach-Ausstellung des KinderKünsteZentrums ermöglicht für Kinder ab drei Jahren eine vorurteilsfreie, kreative Annäherung an die faszinierende Welt dieser achtbeinigen Baumeister.

Über 60 Kinder aus fünf Berliner Kitas beschäftigten sich die letzten Monate gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern neugierig und erstaunlich angstfrei mit Spinnen. Sie waren im Studio von Tomás Saraceno, in dessen künstlerischen Arbeiten Spinnennetze eine wichtige Rolle spielen. Sie beobachteten aber auch ganz alltagsbezogen die Spinnen in den Kellern ihrer Kitas. Die Kinder im Vorschulalter besuchten schließlich sogar die Spinnen-Expertin Anja Friederichs im Museum für Naturkunde in Mitte, das ein Kooperationspartner der Ausstellung ist.

Die Kinder bauten ein Spinnenhaus und sponnen Netze. Ausgehend von ihren Arbeiten entstand die Ausstellung mit vielen Angeboten zum Mit- und Selbermachen: Sie können die Spinnenhaut im Forschungslabor untersuchen oder sich wie ein Spinnentier durch raumgreifende Netze bewegen. In einem Film berichten Kinder von ihrer Forschungs-Exkursion in die Welt der Spinnen. Im Papiertheater können die Jüngsten auch eigene Geschichten spinnen und spielen. „Die Ausstellung verknüpft auf spielerische Weise Kunst und Biologie“, sagte Karen Hoffmann, die Leiterin des KinderKünsteZentrums, am Donnerstagvormittag. „Wo sonst oft Ängste bestehen, will sie Neugierde und Faszination wecken, um Kinder und deren Familien für die Kleinstlebewesen und ihren Nutzen für die Umwelt zu sensibilisieren“, warb Hoffmann für einen Besuch.

Die Ausstellung „Huch – eine Spinne“ wird bis zum 14. Juni im KinderKünsteZentrum (Ganghoferstraße 3) gezeigt. Öffnungszeiten: Di. – Fr. 9 – 13 Uhr für Kita-Gruppen und Schulklassen bis Klasse 3 (nur mit Voranmeldung: Tel. 030 – 89390730 oder info@kinder-kuenste-zentrum.de / sonntags ab 11 Uhr für Familien: Ausstellung + Mitmach-Angebote, 14 – 18 Uhr Workshops mit Künstler*innen, ohne Anmeldung. Eintritt: 3 Euro/ Person; Familien: 8 Euro (2 Erw. + max. 3 Kinder)

Am 28. Mai findet im Rahmen der Ausstellung von 9 – 16 Uhr ein Fachtag zum Thema Kunst & Ökologie statt; Anmeldung ab sofort möglich!

=Christian Kölling=