Salonmusik im Zitronencafé – umsonst und drinnen

Die Salonmusik im Zitronencafé des Körnerparks ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Neuköllner Kulturlebens und zaubert auch in der dunklen Jahreszeit etwas Sonne in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Das Markenzeichen dieser Konzertreihe, die der in Neukölln beheimatete Musiker Paul Schwingenschlögl zusammen mit dem Fachbereich Kultur des Bezirksamtes plant, ist ihre besondere stilistische Vielfalt.

Zum Auftakt der aktuellen Saison traten am vergangenen Sonntag der Gitarrist Hubertus Hildenbrand und der aus Malaysia stammende Weltmusiker und Percussionist Ravi Srinivasan im Körnerpark auf. Die beiden sprangen kurzfristig für das ursprünglich angekündigte Lotus Trio der drei vietnamesischen Berufsmusiker Hoa Phuong Trans, Than Le und Hung Manh Le ein.

Immer sonntags werden in neun weiteren Konzerten bis zum 9. April bulgarischer Jazz, freie Improvisation, Perlen der Klassikgeschichte, ein Vibraphon-Virtuose, kammermusikalischer Jazz, lyrisches Gitarrenspiel sowie französische und lateinamerikanische Chansons präsentiert. Am übernächsten Sonntag tritt Konzertorganisator Paul Schwingenschlögl selbst als Trompeter gemeinsam mit dem Gitarristen Jan Weber und dem Kontrabassisten Udo Betz im Zitronencafé auf. Die drei Instrumentalisten fanden sich vor drei Jahren in der Gruppe Trialoges zusammen, die ausschließlich auf freie Improvisation setzt. „In einem intensiven Prozess gemeinsamen Musizierens ist eine eigene musikalische Sprache entstanden, die auf verblüffende, unterhaltsame, oft narrative Weise Vertrautes mit Fremdartigem mischt und Anklänge an Psychodelic und Noise Music, Modern und Cool Jazz enthält“, charakterisierte Schwingenschlögl den Stil des Trios.

Am 9. Februar tritt ab 18 Uhr das Duo Karparov & Brunn im Zitronencafé auf: Der bulgarische Saxophonist Vladimir Karparov ist im modernen Jazz genauso zuhause wie in der Tradition des Balkans. Sein Duopartner Andreas Brunn ersetzt mit seiner siebensaitigen Gitarre gut ein kleines Orchester: Seine magische Spielweise lässt das Instrument auch mal als Trommel oder als Bass einspringen. Dieses vielschichtige Zusammenspiel bringt einen urbanen World-Jazz hervor, der souverän Okzident und Orient verbindet.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Konzertreihe ist frei. Vollständiges Programm unter www.berlin.de/kunst-und-kultur-neukoelln/veranstaltungen/salonmusik/

=Christian Kölling=