Neue Adresse für das BENN-Nachbarschaftsbüro Britz

Im Herzen von Britz, direkt hinter dem Akazienwäldchen, eröffnete gestern Nachmittag offiziell das BENN- Nachbarschaftsbüro. Es soll als Bestandteil des Programmes „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ (BENN) das nachbarschaftliche Miteinander zwischen Geflüchteten aus der Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Straße und den Nachbarinnen und Nachbarn im Britzer Kiez stärken. Rund zwei Jahre suchte Einrichtungsleiterin Susen Engel mit ihren Kollegen nach einem geeigneten Bürostandort und fand am Ende einen gemütlichen und repräsentativen Laden in der Hanne Nüte 1, an der Ecke Teterower Straße. „Sie haben sicherlich das schönste BENN-Büro der Stadt“, lobte Ute Krüger, die bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen die 20 BENN-Projekte betreut.

Projektmanagerin Dr. Lina Sánchez Steiner und ihr Kollege Luca Gefäller konnten so viele Britzer Initiativen, Gemeinden, Vereinen und Einrichtungen in dem mit Teeküche rund 25 Quadratmeter großen Eckladen begrüßen, dass die Eingangstür offen blieb, damit die Gäste auch vor dem Büro auf dem Bürgersteig die Eröffnungsreden hören konnten. Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Julia Morais, Leiterin des Geschäftsbereiches Migration und Integration der Stephanus Stiftung, sowie Pfarrer Hanfried Zimmermann, früherer Stiftungs-Vorstand, wünschten der Begegnungsstätte viel Erfolg bei der Arbeit. Um sich mit der Nachbarschaft vertaut zu machen, kartierte die Initiative während einer Stadtteilkonferenz im November 2018 und beim Nachbarschaftsforum im Januar 2019 bereits das soziale Leben im Stadtteil. „Unser fünftes Nachbarschaftsforum findet am 20. Februar mit einer Ideenbörse statt und am 16. Mai veranstalten wir ein großes Familienforum im Freien“, wiesen mich die Projektmanager Sánchez Steiner und Gefäller auf ihre bevorstehenden Pläne hin.

„Gemeinsam in Britz. Gemeinsam für Britz. Ideenbörse 2020“ ist am 20. Februar von 17 bis 20 Uhr das Motto des 5. BENN-Nachbarschaftsforums:  Nachbarinnen und Nachbarn aus den verschiedenen Teilen von Britz haben unterschiedliche Bedürfnisse. Bewohner und Bewohnerinnen der Hufeisensiedlung empfinden die Pflege des öffentlichen Raums rund um das UNESCO-geschützte Wohngebiet als ungenügend, Nachbar/-innen suchen nach sozialem Anschluss und Möglichkeiten des Austauschs, Begegnungsräume und Straßenfeste, Jugendliche wollen sich mit ihren Talenten im Kiez einbringen. Zusammen möchten wir Ideen zu Themen wie Sport, Jugendbeteiligung, Nachbarschaftshilfe, Kiezfeste oder öffentlicher Raum sammeln und eine gemeinsame Strategie zur Umsetzung planen.

=Christian Kölling=