Arabisch-europäisches Kulturfestival „Bibliomania“ will Brücken zwischen den Kulturen bauen

Im Interkulturellen Zentrum Genezareth (IZG) im Schillerkiez findet an diesem Wochenende das 4. Arabisch-Europäische Kulturfestival „Bibliomania“ statt . Gestern Nachmittag wurde das Festival mit dem griechischen Namen am Herrfurthplatz eröffnet. „Wir wollen einen Leuchtturm der arabischen Kultur schaffen“, begrüßte Mitveranstalter Nader Khalil vom Deutsch Arabischen Zentrum die Gäste, zu denen Botschafter aus dem Jemen, Libanon, Kuwait und Palästina ebenso wie Bezirksbürgermeister Martin Hikel gehörten. Als besonderen Dank für sein Engagement zur Förderung des arabisch-europäischen Dialogs erhielt IZG-Leiter Pfarrer Dr. Reinhard Kees ein Kreuz, das aus dem Holz eines Olivenbaumes in Bethlehem geschnitzt wurde.

Viele namhafte arabische Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen aus ihren Werken und die Veranstalter garantieren, dass alle Lesungen ins Deutsche übersetzt werden. Der deutsch-arabische Buchladen aus Essen zeigt in Neukölln die ganze Bandbreite der zeitgenössischen arabischen Literatur: Angefangen bei Kinderbüchern und populären Romanen, werden in Arabisch auch Sachbücher und Ratgeber aller Art vorgestellt. Zusätzlich präsentieren bildende Künstler und Künstlerinnen ihre Werke: Malerei, Plastik und Karikatur. Daneben gibt es ein Kinderprogramm, Musik, Tanz und Zeit zu Begegnungen und Gesprächen.

Dr. Yafa Shanneik von der Universität Birmingham stellte mir ihr Projekt „Narratives of Displacement“ vor. Zu Bildern, die geflüchtete Frauen aus dem Irak und aus Syrien gemalt haben, können Hintergründe mithilfe einer App aus dem Internet abgerufen werden.

Das Bibliomania-Festival findet noch heute und morgen ab 10 Uhr im Interkulturellen Zentrum Genezareth am Herrfurthplatz statt (Programm-Download als pdf-Datei)

=Christian Kölling=