Verkehrs-Ausschuss der BVV Neukölln will am U-Bahnhof Rudow einen Geh- und Radweg für eine BVG-Betriebshaltestelle verlegen

Auf Vorschlag der BVG soll für die Zeit nach der Eröffnung des Flughafens BER im Oktober 2020 in der Neuköllner Straße stadtauswärts in Höhe Rudower Fließ eine neue Betriebshaltestelle für den BVG-Bus X 7 eingerichtet werden, der zwischen U -Bahnhof Rudow und Flughafen verkehrt. Die Taktzeit soll dann in der Hauptzeit – d. h. von Montag bis Freitag zwischen 5:30 und 21 Uhr – auf 5 Minuten verdichtet werden. Im Augenblick stehen die Busse der Linie X7 in der Neuköllner Straße stadteinwärts in Höhe des Hanfgrabens, was hohe Belastungen mit sich bringt, über die sich die Anwohnerinnen und Anwohner in der Vergangenheit schon oft beschwerten.

Dem Verkehrs-Ausschuss der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln stellte die BVG am 11. Dezember zwei Varianten für die Lage der neuen Betriebshaltestelle vor, die der Verkehrsbetrieb in jedem Fall – einschließlich der Ersatzpflanzungen – in vollem Umfang finanziert.

Variante A sieht etwa in Höhe des grünen Toilettenhäuschens der BVG stadtauswärts in der Neuköllner Straße eine Aufstellfläche von ca. 80 Metern vor. Diese kann in einer 3 Meter tiefen Ausbuchtung des vorhandenen Gehweg-Unterstreifens baulich hergestellt werden. Der Geh- und Radweg wird in dieser Variante baulich verlegt. Es müssen vier Straßenbäume gefällt und drei Lichtmaste versetzt werden. Variante B sieht keine Verlegung des Geh-und Radwegs vor. Dies erfordert eine Aufstellfläche von 110 Metern. Es müssen 11 Bäume gefällt und 4 Lichtmaste umgesetzt werden.

Am vergangenen Mittwoch sprachen sich die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und AfD im Verkehrs-Ausschuss für die Variante A aus: Der Geh- und Radweg vor dem Rudower Fließ wird baulich verlegt und nur vier Bäume müssen gefällt werden. Eine von der BVG angebotene Umpflanzung der Bäume entspräche dagegen nicht mehr dem Stand heutiger Technik, erläuterte Amtsleiter Wieland Voskamp. Im Bedarfsfall käme nur eine Neupflanzung von Bäumen in Betracht. Dabei werde nicht die Anzahl, sondern die Wertigkeit der Bäume ermittelt, so dass voraussichtlich mehr kleinere und neue Bäume gepflanzt, als größere und ältere Bäume entfernt würden.

Der Bezirk Neukölln war nur vor die Wahl gestellt, zwischen den beiden Varianten A und B zu entscheiden. Die Entscheidungsbefugnis zur Einrichtung einer Standspur auf der Neuköllner Straße und damit dem Wegfall einer Fahrspur stadtauswärts, liegt dagegen allein bei der Verkehrslenkung Berlin.

=Christian Kölling=

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