Richtig Kasse machen in Neukölln

Am 1. Januar 2020 tritt in Deutschland das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen, kurz Kassengesetz 2020, in Kraft. Geschäfte mit elektronischen Registrierkassen müssen ihre Kassendaten fortan durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung gegen nachträgliche Veränderungen schützen. Mit unangekündigten Kassen-Nachschauen können bereits heute die Finanzbehörden die korrekte Nutzung der Systeme und die vollständige Erfassung der Verkäufe prüfen. Auch wenn eine mehrmonatige Übergangsregelung zur Einführung des Kassengesetzes eingeräumt wird, ist deshalb der Informationsbedarf in Handel und Gastgewerbe – vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmern – jetzt hoch.

Gemeinsam mit der IHK Berlin lud die Wirtschaftsförderung im Bezirksamt Neukölln am Donnerstagmorgen zu einer Informationsveranstaltung für Neuköllner Unternehmen in das City-Management der [Aktion! Karl-Marx-Straße] ein. Gastronomen, Markthändler, Friseure und andere Unternehmer waren in das Büro in der Richardstraße 5 gekommen, um sich bei der IHK-Referentin Antje Maschke über das Thema „Richtig Kasse machen in Handel und Gastgewerbe“ zu informieren. Mit Erleichterung hörten viele kleine Gewerbetreibende, dass sie ihre offene Ladenkasse beibehalten können. Anders als beispielsweise in Österreich wird es in Deutschland keine allgemeine Registrierkassenpflicht geben. Noch strenger sind die Regeln in Italien, wo es nicht nur eine Registrierkassenpflicht gibt, sondern zudem alle Kunden gesetzlich zur Mitnahme des Kassenbons verpflichtet sind. Auch bei der Führung einer offenen Ladenkasse, die in Deutschland weiterhin möglich bleibt, sind allerdings gesetzliche Standards einzuhalten, wie Maschke betonte.

Gewerbetreibenden, die eine Registrierkasse nutzen, empfahl Maschke, sich möglichst bei den Herstellern der Registrierkassen () sowie bei ihren Steuerberatern zu informieren. Zudem ermunterte sie die Neuköllner Gewerbetreibenden ausdrücklich, weitere Informationen bei der IHK einzuholen: „Bezahlen Sie nicht nur Ihre Beiträge bei der IHK, sondern rufen Sie uns auch an!“, so Maschke wörtlich. Ebenso helfen Ute Großmann und ihr arabischsprachiger Kollege Refat Abusalem vom Projekt Unternehmen Neukölln BIWAQ, die bei den Gewerbetreibenden für die Veranstaltung geworben hatten, bei Fragen weiter.

Antje Maschke von der IHK Berlin ist für Informationen unter antje.maschke@berlin.ihk.de oder Tel. 030 / 31510-280 zu erreichen.

Unternehmen können sich zudem bei Rückfragen gerne an Ute Großmann vom Projekt Unternehmen Neukölln BIWAQ wenden: Tel. 030 / 206 07 39 15.

=Christian Kölling=