„Der Nikolaustag ist besonders gut geeignet, um die Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen hervorzuheben“

Leckere Düfte, bunt geschmückte Stände und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm: Aktive Mütter in der Rollbergsiedlung veranstalteten gestern, am Nikolaustag, den 1. Orientalischen Wintermarkt und tauchten den Falkplatz in festlichen Glanz. „Der Nikolaus wurde zwischen den Jahren 270 und 286 in Patera, 100 Kilometer entfernt von Antalya, geboren. Er war der Sohn eines Bischofs und hat bedürftige Kinder beschenkt. Wir feiern als türkische Frauen das friedliche Miteinander und erfreuen uns an der familiären Atmosphäre der Weihnachtszeit“, sagte mir Yildrim Yilmaz, die das Fest mit dem Kiezanker e. V. organisierte.

Auf dem Platz waren – neben Ständen mit warmem Essen und Süßigkeiten – das Quartiersmanagement Rollberg, der AWO Falk-Club, der Verein Morus 14, die Zuckmayer Schule und die Neuköllner Stadtteilmütter vertreten. Märchenstunde, Jonglage-Show sowie Nikoletta -ein weiblicher Nikolaus aus dem Kiez – machten den Wintermarkt ebenso wie festliche Lieder zu einem bunten Ereignis. Die interkulturelle und ökologische Umweltorganisation Yeşil Çember sorgte für Tassen, Teller und Besteck, die im Madonna Mädchentreff abgewaschen wurden, sodass auf Einweggeschirr vollständig verzichtet werden konnte.

Uns verbindet wesentlich mehr als uns trennt. Suchen wir nicht immer nur nach Unterschieden, sondern konzentrieren wir uns auf die Gemeinsamkeiten“, begrüßte Bezirksbürgermeister Martin Hikel die Besucherinnen und Besucher des Festes. Der Nikolaustag sei besonders gut geeignet, um die Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen hervorzuheben, sagte Hikel und wünschte allen eine besinnliche Adventszeit.

In den kommen Wochen finden in Neukölln noch zahlreiche andere Adventsmärkte und Weihnachtsbasare statt.

Der über die Grenzen Neuköllns gut bekannte Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt auf dem Richardplatz ist noch heute und morgen ab 14 Uhr geöffnet.

=Christian Kölling=