Riesiger Andrang beim Benefizkonzert der Gropiuslerchen

Alle Sitzplätze der Dreieinigkeitskirche in der Gropiusstadt waren belegt, als am Abend des 6. November der Neuköllner Chor „Gropiuslerchen“ ein Benefizkonzert gab. Die Erlöse kamen zu gleichen Teilen der Tee- und Wärmestube und dem Zentrum Dreieinigkeit für Menschen mit Handicap zu. Das Motto des Abends lautete „Armut eine Stimme geben“. Moderatorin Sabrina Rucks betonte, wie wichtig die Enttabuisierung von Armut sei, um Betroffenen die Scham zu nehmen und ein Problembewusstsein seitens der Politik und Öffentlichkeit zu schaffen. Thomas de Vachroi (Foto), der Sozialbeauftragte der CDU Neukölln und Armutsbeauftragte des Diakoniewerks Simeon, plant unter demselben Motto eine Großveranstaltung im kommenden Sommer.

Der Gründer der Gropiuslerchen, Bernhard Jahn, war extra für das Konzert aus Frankreich angereist. Unter den Gästen in waren außerdem Christian Nottmeier vom Kirchenkreis Neukölln, Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der ehemalige Bezirksbürgermeister Bodo Manegold, sowie die Stadträte Bernward Eberenz und Falko Liecke.

Liecke nutzte die Gelegenheit, um auf die Bemühungen der CDU Neukölln um die Einrichtung eines Obdachlosenzentrums mit Einbindung der Tee- und Wärmestube aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu werben. Die Tee- und Wärmestube in der Weisestraße steht unter der Schirmherrschaft von Liecke und ist auf neue Räumlichkeiten angewiesen.

Aber natürlich kam auch die musikalische Unterhaltung nicht zu kurz: Neben zahlreichen Interpretationen von Songs wie „Africa“ von Toto und „Viva la Vida“ von Coldplay gaben die Gropiuslerchen auch ihren eigenen Hit zum Besten: 1987 erschien „Berlin, Berlin (Dein Herz kennt keine Mauern)“ unter Mitwirkung des Chors und wurde zu einer Hymne für die friedliche Revolution. Dafür überreichte der Kurator der Berliner Hall of Fame, Ralph Kartelmeyer, den Lerchen sogar eine goldene Schallplatte – für die jungen Chormitglieder gab es eine CD aus Schokolade.

Die Spenden des Abends kamen auf unterschiedlichen Wegen zusammen: Es bestand die Möglichkeit, ein T-Shirt mit dem Logo „Armut eine Stimme geben“ zu erwerben, außerdem konnte man gegen eine Spende von 5 Euro in den Genuss eines gesponserten Abendessens kommen oder einfach direkt Bargeld spenden.

=Timo Lindeman=