„Wir haben die Wohnungslosenhilfe in Berlin zum Thema gemacht“

Eine der großen Herausforderungen für das Land Berlin ist die Hilfe für wohnungslose und obdachlose Menschen. Im Verlauf eines ressortübergreifenden Beteiligungsprozesses, zu dem wesentlich die seit 2018 durchgeführten „Strategiekonferenzen Wohnungslosenhilfe“ gehörten, wurden deshalb in der Stadt „Leitlinien der Wohnungslosenhilfe und Wohnungslosenpolitik“ erarbeitet, die der Berliner Senat Anfang September beschloss. Die alten Leitlinien stammten noch aus dem Jahr 1999 und waren sowohl aus fachlichen Gründen als auch wegen veränderter Rechtslagen zu überarbeiten.

„Wir haben die Wohnungslosenhilfe in Berlin zum Thema gemacht“, konnte Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, am Montag vergangener Woche zum Abschluss der 3. Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe im Festsaal Kreuzberg zufrieden feststellen. Nun müssten die nächsten Schritte in der Wohnungslosenhilfe diskutiert und überlegt werden, wie man den wohnungslosen Menschen in Berlin noch besser helfen könne. „Nach 20 Jahren haben wir mit den neuen Leitlinien der Wohnungsnotfallhilfe endlich ein gesamtstädtisches Konzept. Wir gehen neue Wege und können mit vielen neuen Projekten starten“, sagte Sozialsenatorin Breitenbach und fügte hinzu: „Menschen auf der Straße sind ein Teil unserer Gesellschaft. Wir helfen ihnen und unterstützen sie. Kein Mensch soll auf der Straße leben müssen.“

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, unterstrich in der Diskussionsrunde zum Abschluss der 3. Strategiekonferenz, dass die medizinische Versorgung obdachloser Menschen eine der zentralen Herausforderungen des Landes Berlin sei. „Hier gehen wir mit den neuen Leitlinien der Wohnungslosenpolitik und mit dem Entwurf für den neuen Doppelhaushalt 2020/2021 wichtige Schritte, etwa indem wir die Krankenwohnung für Obdachlose absichern und ausbauen und mehr Mittel für medizinisches Personal in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und die Übernahme von Medikamenten zur Behandlung von Menschen ohne Versicherungsschutz bereitstellen wollen“, sagte Gesundheitsenatorin Kalayci.

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der auf das Podium eingeladen worden war, um als ein Vertreter der Berliner Bezirke Stellung zu nehmen, erinnerte daran, wie wichtig Maßnahmen zum Wohnraumerhalt sind, um drohende Wohnungslosigkeit oder Obdachlosigkeit abzuwenden. In Neukölln arbeitet im Dienstgebäude in der Donaustraße 89 ein Präventionsteam Wohnraumerhalt, das bei Mietschulden, Kündigungen, Räumungsklage und Zwangräumungen hilft.

=Christian Kölling=

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