Mike Spike Froidl thematisert Gewalt und Sexualität im ostasiatischen Ambiente

Geishas, die Leihräder mit Vorschlaghämmern zertrümmern und vollbusige Terroristinnen mit riesigen Revolvern: Im Bauchhund Salonlabor sind seit Freitagabend in der Ausstellung „Freche Geishas – schöne Terroristinnen“ Bilder, Graphiken und Kalligraphien der besonderen Art zu sehen.

Mike Spike Froidl (r.) studierte von 1985 bis 1991 in München beim Fluxus-Künstler Robin Page Malerei und erlernte die Kunst der japanischen Kalligraphie von 1990 bis 1998 beim Zen-Mönch Kokugyo Kuwahara. Das Ergebnis seiner intensiven Studien ist eine mit Wut, Gewalt und Eros geladene Malerei, die in einem besinnlichen fernöstlichen Ambiente angesiedelt ist.

Froidl, der seit 1998 in Berlin als bildender Künstler, Film- und Buchautor tätig ist, kombiniert in seinen Bildern östliche und westliche Kunstströmungen sowie Zen und Punk mit einer gehörigen Portion Anarchie und linkem politischen Aktivismus. So malt, filmt und schreibt er gegen mit seiner radikalen, manchmal verstörend schönen Kunst die Zumutungen der Welt an

Ausdrücklich wies Galerist Christoph Böhm zur Ausstellungseröffnung auf Froidls Kalligraphien hin, die ihm besonders gefielen. Die Arbeiten des Pinsel- und Tuschweges haben oft profane Aussagen – wie z. B. „Nicht rauchen“ – zum Inhalt, die im starken Kontrast zur ehrwürdigen Form stehen.

Die Ausstellung „Freche Geishas – schöne Terroristinnen“ ist noch bis zum 8. November in der Galerie bauchhund salonlabor (Schudomastraße 38) zu sehen. Öffnungszeiten: Mo., Di. und Do. 16 – 19 Uhr oder auf Verabredung via 030 / 56 82 89 31

=Christian Kölling=