Ja! Nein! Vielleicht?

Rund 9.500 Menschen warten in Deutschland derzeit auf ein Spenderorgan – die meisten von ihnen auf eine Niere. Und etliche warten leider vergeblich. In keinem anderen Mitgliedsstaat des Eurotransplant-Verbunds ist die Zahl höher.

Niedrig ist im europäischen Vergleich – ganz anders als beispielsweise in Spanien oder der Türkei – hierzulande hingegen die Bereitschaft, Organe zu spenden. In einer repräsentativen Erhebung ermittelte die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zwar, dass 84 Prozent der Befragten einer Organspende positiv gegenüberstünden, viel zu wenige manifestieren es aber auch durch den Besitz eines Spenderausweises.

Um dies zu ändern, stehen im Bundestag in den nächsten Wochen zwei sehr unterschiedliche Gesetzentwürfe zur Entscheidung an. Für die doppelte Widerspruchsregelung – die jeden Volljährigen, der nicht widerspricht, per se zum Organspender erklärt – plädiert eine Gruppe Abgeordneter um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den SPD-Abgeordneten Karl Lauterbach. Eine andere Gruppe, angeführt von der Grüne-Vorsitzenden Annalena Baerbock, priorisiert indes die Entscheidungsregelung mit regelmäßigen interdisziplinären Informationen und Befragungen potenzieller Spender.

❗ Update/14.10.: Wie die Veranstalter mitteilten, muss die Veranstaltung leider aus Krankheitsgründen abgesagt werden ❗

Zu einer Podiumsdiskussion über ethische und praktische Aspekte der Organspende sowie die vorliegenden Gesetzentwürfe laden am 14. Oktober von 18 bis 20 Uhr die SPD-Abgeordneten Fritz Felgentreu und Sabine Dittmar in die Alte Dorfschule Rudow (Alt-Rudow 60) ein.

Anmeldungen an neukoelln@fritz-felgentreu.de bzw. Tel. 030-568 21 111

=Gast=