Neue Steganlage am Rixdorfer Teich in der Hasenheide eröffnet

Im ruhigeren Teil des Volksparks Hasenheide, gegenüber der Moschee am Columbiadamm, liegt der Rixdorfer Teich. Zusammen mit der Rixdorfer Höhe zieht das von einem Schilfgürtel gesäumte Biotop viele Vögel, Amphibien und Insekten an. Der Tierpark Hasenheide beherbergt dort Schwäne und eine Vielzahl heimischer Entenarten, zu denen sich Wildvögel wie Graureiher, Rohrsänger, Bläßhühner und Teichhühner gesellen.

Zum Kleinod, das 1991 künstlich geschaffen wurde, gehören auch zwei Stege, die den Besuchern der Hasenheide einen Blick auf den Teich erlauben, ohne den Uferbewuchs zu gefährden, denn um Flora und Fauna zu schützen ist das Betreten des Uferbereiches verboten. Doch die alten Stege waren jahrelang wegen Baufälligkeit gesperrt und mussten schließlich vollständig abgerissen werden, weil die gesamte Grundkonstruktion marode war. Die komplett ersetzte Steganlage wurde nach einen Bauverzögerungen nun am Mittwochvormittag letzter Woche von Bezirksbürgermeister Martin Hikel eröffnet.

„Sehr gut durchdacht. Eine handwerklich hervorragende Arbeit“, lobte Bernd Kanert, Leiter des Neuköllner Grünflächenamtes, den Neubau der großen und der kleinen Steganlage, die auf insgesamt 120 Pfählen ruht. Das Holz, aus dem die Bohlen der Laufstrecke, Geländerelemente, Pfosten und Streben gearbeitet sind, beschaffte Tischlermeister Bernhard Scharnick aus Frankreich, weil der Händler in Deutschland die geforderte Qualität und die erforderliche Menge nicht liefern konnte. Besonderen Wert legte Scharnick auf einen speziellen konstruktiven Holzschutz , der an neuralgischen Stellen mit Metallteilen vor Verwitterung schützt. Alle Teile der beiden Steganlagen für den Rixdorfer Teich wurden in der Werkstatt einzeln vorgefertigt und anschließend passgerecht montiert. „Ohne Nachwuchs können wir so eine Arbeit in Zukunft nicht mehr machen“, sagte Scharnick und warb für eine Ausbildung als Tischler oder Zimmermann im Handwerk.

=Christian Kölling=