Jubiläum des Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Zentrums ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit

„Probefahrt gefällig, Herr Bezirksbürgermeister?“ René Rudelt, Leiter Vertrieb LKW von Mercedes-Benz Berlin und Leiter des Nutzfahrzeug-Zentrums, konnte am Sonnabendmittag viel Prominenz – darunter zahlreiche zufriedene Kunden – beim Tag der Offenen Tür zum 10-jährigen Jubiläum der Niederlassung begrüßen, die am Schnittpunkt der Bezirke Neukölln und Treptow-Köpenick, direkt neben der Autobahn, gelegen ist.

„Mit der Eröffnung des Zentrums vor zehn Jahren haben wir neue Maßstäbe in den Vertriebs-, Service- und Dienstleistungsangeboten gesetzt“, erklärte er Martin Hikel vor der weit geöffneten Tür des neuesten LKW vom Typ Actros. „Wir sind ein Erfolgsmodell und stolz darauf, dass sich das Format Nutzfahrzeug-Zentrum national wie international durchgesetzt hat. Die vielen Neubauten ähnlicher Zentren zeigen, dass wir wohl vieles richtig gemacht haben und welches Potenzial in der Idee steckt“, fügte Rudelt beim Rundgang über das Gelände hinzu, bevor er die beiden Höhepunkt des Tages präsentierte.

Zuerst übergab der Leiter des Nutzfahrzeuge-Zentrums Berlin symbolisch einen Scheck über 10.000 Euro an Siegfried Müller, langjähriger Vorsitzender des Jugendverkehrsschule Neukölln e. V. sowie an seinen Nachfolger Thomas Zentgraf. „Mit unserer Spende für die Verkehrserziehung von Kindern und Jugendlichen in unserem Heimatbezirk Neukölln möchten wir dazu beitragen, dass sich auch die schwächsten Verkehrsteilnehmer noch sicherer im Straßenverkehr bewegen“, sagte Rudelt. „Wir leben von Spenden und sind auf Unterstützung dringend angewiesen“, dankte Zentgraf, der beruflich als Steuerberater arbeitet und in die ehrenamtliche Tätigkeit sein Fachwissen für die Abrechnung einbringen kann. „Die Spende soll vorrangig zur Neuanschaffung von Fahrrädern, Dreirädern und Helmen für die beiden Jugendverkehrsschulen am Heideläuferweg 11 und am Wörnitzweg 5 verwendet werden“, kündigte Thomas Zentgraf an.

In den Jugendverkehrsschulen, die jährlich rund 28.000 Besuche zählen, werden Kinder bis zum 12. Lebensjahr spielerisch an die Verkehrsregeln im öffentlichen Straßenland herangeführt. „Für Kinder der 4. Schulklasse ist dies Bestandteil des Unterrichts und endet mit einer Fahrradprüfung“, sagte Siegfried Müller. „Außerdem wird unser Angebot durch Kindergarten- und Kinderhortgruppen sowie durch Eltern, die Ihre Kinder unabhängig von den Schulveranstaltungen besser auf den Straßenverkehr vorbereiten wollen, genutzt. Zu uns kommen Kinder ab dem 2. Lebensjahr“, berichtete der pensionierte Verkehrserzieher der Berliner Polizei.

Im Anschluss an die Scheckübergabe schnitt René Rudelt gemeinsam mit Mercedes-Benz Vertriebsdirektor Hans-Bahne Hansen und einem Dutzend Großkunden des Nutzfahrzeug-Zentrums die Geburtstagstorte an. Dann ging er zum geschäftlichen Teil des Tages über. Vor einem Mercedes-Benz-LKW aus dem Jahr 1940 sprach er mit Dr. Wolfram Simon-Schröter, der mit seiner Ehefrau Jasmin Schröter die Zeitfracht-Gruppe in nunmehr dritter Generation führt. „Bei Mercedes-Benz steht Sicherheit an erster Stelle. Mit dem neuen Actros und seinen Innovationen wie z. B. MirrorCam, radargestützter Abbiegeassistent und dem Active Brake Assist für Notbremsungen bringen wir das teilautomatisierte Fahren in Serie und erhöhen dadurch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer“, warb Rudelt. Die LKW des Typs Actros  wurden erstmals im September 2016 auf der IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt. Simon-Schröter gab bekannt , dass er 30 Fahrzeuge der fünften Generation kaufen werde, um den Fuhrpark des Unternehmens zu modernisieren.

Das bedeutet einen Auftrag über mehrere Millionen Euro, ist aber sicherlich eine vorausschauende Entscheidung. EU-Parlament und Mitgliedstaaten einigten sich im März darauf, Fahrassistenzsysteme in sämtlichen Neuwagen künftig verpflichtend zu machen. Bevor die Regelung in Kraft treten kann, muss die Einigung der Unterhändler allerdings noch offiziell vom Europaparlament und den EU-Staaten bestätigt werden. „Mit den neuen Assistenzsysteme werden wir eine ähnlich positive Wirkung für die Verkehrssicherheit erzielen, wie seinerzeit mit der Einführung der ersten Sicherheitsgurte“, sagte Siegfried Müller vom 2005 gegründeten Förderverein der Verkehrsschulen Neukölln voraus.

=Christian Kölling=