Unverhoffte Lotteriegewinne in Britz

Mit dem Ziel, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, wurde vor 30 Jahren in den Niederlanden eine sogenannte Soziallotterie gegründet. „Gewinnen auch Sie, wenn Ihr Nachbar gewinnt“, lautet das Motto der Postcode-Lotterie , die es seit 2016 auch in Deutschland gibt. 59 Gewinnerinnen und Gewinner aus dem Postleitzahlbereich 12347, der zwischen Germaniapromenade und Mohriner Allee liegt, trafen sich am vergangenen Sonnabend auf dem Sportplatz an der Walkenrieder Straße, um ihre Preise in Empfang zu nehmen.

„Hier kann es eigentlich nur die Richtigen treffen. Fortuna kommt nicht oft, aber unverhoftt“, kommentierte der eigens zur Vergabe der Monatsgewinne in Höhe von insgesamt 600.000 Euro gekommene Bezirksbürgermeister Martin Hikel, die die zweifache Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt als Werbebotschafterin der Lotterie begleitete. Der Hauptgewinn in Höhe von 300.000 Euro für das Los mit dem richtigen Postcode, der sich aus der Postleitzahl zuzüglich einer Kombination aus zwei Buchstaben zusammensetzt, sowie noch einmal 300.000 Euro verteilt auf alle Lose mit der richtigen Postleitzahl 12347 wurden für die Nachbarschaft ausgeschüttet.

Während die Gewinne in Postleitzahlbereichen vergeben werden, wird etwa ein Drittel der Einnahmen eingesetzt, um gemeinnützige Organisationen und Projekte in den drei Förderbereichen Chancengleichheit, sozialer Zusammenhalt sowie Natur- und Umweltschutz zu unterstützen. So soll die soziale Mission der Lotterie verwirklicht werden, die eine bessere Welt basierend auf einer starken Zivilgesellschaft erreichen möchte.

Fördergelder erhielt u. a. der Jonglirium e.V., wie Hans Boës von den Prinzessinnengärten auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof letzten Sonnabend am Rand der Gewinnübergabe berichtete. Neben einem Gelände am Moritzplatz bearbeiten die Prinzessinnengärten an der Hermannstraße 99 – 105, nur einige Busstationen von der Germaniapromenade entfernt, inzwischen auch eine Garten- und Naturfläche. Für Kinder und Jugendliche wird hier Gemüse in Hochbeeten angebaut, und Streuobstbäume sind angepflanzt worden. Es gibt Honigbienen, und der umgebende Naturraum kann erkundet werden. Außerdem ist auf einem ehemaligen Teilstück des Friedhofs eine Umweltbildungsfläche angelegt worden. “Das Geld von der Postcode-Lotterie investieren wir in eine offene Fahrradwerkstatt in einem alten Fachwerkhaus auf dem Gelände”, erklärte Boës.

=Christian Kölling=