Neuköllner Frauenmalgruppe trotzt Ausgrenzung mit Bildern

Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind keine vereinzelten Randphänomene, sondern in allen Teilen der Gesellschaft vorhanden. Menschen mit Migrationsgeschichte müssen ebenso wie arme, wohnungslose, behinderte, langzeitarbeitslose oder queere Menschen oft unter Stigmatisierungen leiden. Als Bestandteil des umfangreichen Begleitprogramms der Wanderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“, die aktuell im Kunstquartier Bethanien und in der benachbarten St.-Thomas-Kirche gezeigt wird, sind jetzt einige Bilder der Frauenmalgruppe des Aufbruch Neukölln in den Räumen des Vereins zu sehen.

Die Frauenmalgruppe trifft sich regelmäßig, um die eigene Lebenssituation künstlerisch in Bildern zu reflektieren. Beim Malen werden die Frauen, die seit über drei Jahren einmal wöchentlich zusammen kommen, von einem Künstler unterstützt. Kuratorin Anja Söyünmez hat zahlreiche Bilder der Malgruppe zusammengestellt, die sich mit dem Thema Ausgrenzung auseinandersetzen. Zusätzlich führte sie Interviews mit den Malerinnen, die die kleine Ausstellung ergänzen.

Die Ausstellung ist bis zum 9. August werktags zwischen 9 und 13 Uhr beim Aufbruch Neukölln e. V. (Uthmannstr. 17) zu sehen.

Anja Söyünmez gibt morgen (Sonnabend, 27. Juli) Erläuterungen zu den ausgestellten Bildern. Die beiden circa 20-minütigen Führungen starten um 13:30 und 14:30 Uhr. Die Ausstellung ist an diesem Tag von 13 bis 15 Uhr geöffnet.

=Christian Kölling=