Degewo und Bezirksstadtrat Biedermann werben für Neubau in der Gropiusstadt

Berlin braucht dringend neuen bezahlbaren Wohnraum – aber fast überall, wo er entstehen soll, sind die alteingesessenen Mieterinnen und Mieter erstmal skeptisch, wenn es Zuwachs in der Nachbarschaft gibt. Das Wohnungsunternehmen Degewo verwaltet rund 4.300 Wohnungen in der Gropiusstadt. Ab Oktober 2019 wird die Degewo bis Sommer 2021 zwei neue Wohngebäude mit insgesamt 83 Mietwohnungen im Theodor-Loos-Weg 15 errichten, wo derzeit noch viel Freifläche für einen Kinderspielplatz ist.

Die Hälfte der 83 Wohnungen sind mietpreisgebunden und werden für eine durchschnittliche Nettokalt-Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. 46 Wohnungen, die alle einen Balkon haben, werden barrierefrei sein. Aufgrund der unterschiedlichen Wohnungsgrößen, die von 23 Ein-Zimmer-Wohnungen mit 40 Quadratmetern bis zu sieben Sechs-Zimmer-Wohnungen mit 104 Quadratmetern reichen, finden Familien, Senioren oder junge Paare in den beiden sieben- und acht-geschossigen Neubauten gleichermaßen Platz.

Bei der Neugestaltung der Grün- und Freizeitflächen konnten die Degewo-Mieter mitwirken und aus drei Gestaltungsvorschlägen eine Auswahl treffen. Der Siegerentwurf, ein großes Spielboot, dessen natürliches Umfeld mit bewachsenen Hügeln zum Laufen, Klettern und Verstecken einlädt, wurde am Donnerstagnachmittag öffentlich vorgestellt. Gleichzeitig konnten die Nachbarinnen und Nachbarn weitere Spiel- und Sportgeräte für die neu zu gestaltende Grün- und Erholungsfläche aussuchen.

„Wir sind froh, dass wir noch die Fläche für den Neubau haben“, erklärt Wolfgang Medger, Leiter des Degewo-Kundenzentrums Süd: „Wir kennen unsere Quartiere und ergänzen sie bedarfsgerecht.“ Der Neubau nütze auch Gropiusstädtern, die im Quartier bleiben wollen, aber aus einer großen Wohnung in eine kleinere umziehen möchten. „Der Wohnungstausch funktioniert nicht. Nur zwei Wohnungssuchende haben unsere Tauschbörse in der Vergangenheit erfolgreich genutzt“, sagte Medger. Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann unterstrich, wie notwendig es ist, dass neuer Wohnraum für alle Berlinerinnen und Berliner zu fairen Mieten entsteht.

=Christian Kölling=