#gemeinsambunt: „Wir alle haben Vorurteile, aber es gilt, die verfestigten Vorurteile zu hinterfragen!“

Einen großen Scheck über 2001 Euro konnten Montagmittag im Rathaus Neukölln symbolisch die Schilleria, die Offene Initiative Lesbischer Frauen RuT sowie die Hereos entgegennehmen. Alle drei Neuköllner Einrichtungen wollen die beim Benefizkonzert #gemeinsambunt gesammelten Spenden dafür verwenden, um aktiv gegen Homo- und Transphobie im Bezirk zu arbeiten.

Diskriminierungen, Anfeindungen und Gewalttaten sind Schwule, Lesben und Transpersonen täglich auch in Neukölln ausgesetzt. Um dagegen ein klares Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen zu setzen, veranstalteten das Bezirksamt Neukölln, die Polizei Berlin und die Neuköllner Oper Ende Mai die Spendengala #gemeinsambunt mit vielen bekannten Künstlerinnen und Künstlern.

„Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Es war für alle ein tolles Erlebnis. Wir haben gefeiert und nicht geklagt“, bilanzierte Andreas Altenhof von der Neuköllner Oper durchweg positiv das Benefizkonzert in seinem Haus. „Wir alle haben Vorurteile, aber es gilt, die verfestigten Vorurteile zu hinterfragen!“, hob Sebastian Stipp den Wert der Veranstaltung hervor. Er ist zusammen mit seiner Kollegin Anne Grießbach Ansprechperson der Berliner Polizei für LSBTI. Bezirksbürgermeister Martin Hikel dachte laut darüber nach, ob mittelfristig nicht die Einrichtung der Stelle eines Queerbeauftragten in Neukölln sinnvoll sei. Alle Anwesenden sprachen sich für eine zweites Benefizkonzert #gemeinsambunt aus.

Abschließend wurde zum Auftakt der „Pride Weeks“ auf dem Platz vor dem Rathaus die Regenbogenfahne gehisst.

=Christian Kölling=