„Zementsäcke schleppen, schwere Arbeit im Gartenbau, gefährliche Arbeit auf Gerüsten und mit Gefahrstoffen – das ist im Ferienjob tabu“

Um das Taschengeld aufzubessern und erste Arbeitserfahrungen zu sammeln, können mit Beginn der Schulferien viele Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten in Ferienjobs erproben. Dabei gelten aber besondere Regeln für die Ferienarbeit, worauf Carolin Hasenpusch, Abteilungsleiterin der DGB-Jugend, kürzlich hinwies: „Gefährliche und schwere körperliche Arbeit ist für Jugendliche verboten! Zementsäcke schleppen, schwere Arbeit im Gartenbau, gefährliche Arbeit auf Gerüsten und mit Gefahrstoffen – das ist im Ferienjob tabu. Außerdem gelten für Jugendliche besondere Schutzregeln für Arbeitszeiten und Pausen.“

Die DGB-Jugend empfiehlt, auf jeden Fall nur mit einem vorher abgeschlossenen Vertrag, der ganz klar Aufgaben, Arbeitszeiten und den Lohn regelt, den Ferienjob beginnen. Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren dürfen maximal vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben. Mehr als acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche sind dabei nicht erlaubt und der Arbeitszeitraum muss zwischen 6 bis 20 Uhr liegen. Ausnahmen gelten für ältere Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, die etwa in Gaststätten bis 22 Uhr und in Mehrschicht-Betrieben bis 23 Uhr arbeiten dürfen.

„Das Mindestlohngesetz gilt auch für Ferienarbeit. Jedoch haben nur Jugendliche ab 18 Jahren den Anspruch auf 9,19 Euro je Stunde. Für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung gilt das Mindestlohngesetz leider nicht. Beim Unterschreiben des Arbeitsvertrages sollte man darauf achten, dass der Job legal und fair bezahlt wird“, rät Carolin Hasenpusch.

=Christian Kölling=