Initiative thf:next fordert 80.000 Quadratmeter im früheren Tempelhofer Flughafen-Gebäude für gemeinnützige Projekte

Raum und Zeit zum Labern, Machen und Lachen für Visionen zur Nutzung des Tempelhofer Flughafengebäudes will das Torhaus Festival bieten, das am vergangenen Sonnabend sein drei Wochen dauerndes Programm eröffnete. Mit viel Kreativität, Spaß und Fürsorge soll der Grundstein dafür gelegt werden, dass das Gebäude des früheren Tempelhofer Flughafens in den nächsten Jahren zum solidarischen, zukunftsfähigen und kooperativen Ort für Berlin wird.

„Uns geht es um die Nutzung der ehemaligen Flughafen-Gebäude. Wir wollen, dass die Politik sich bewegt und den Wert der Gebäude erkennt. Wir haben mit dem Tempelhofer Feld nichts zu tun“, erklärte mir Claus Fuchs von der Initiative thf:next, den ich vorgestern am dritten Tag des Torhausfestivals im früheren Pförtnerhäuschen des Tempelhofer Flughafens am Columbiadamm traf. Im 55 Quadratmeter kleinen Häuschen, das 0,018 Prozent der Gesamtfläche ausmacht, haben die Aktiven bereits damit begonnen, ihre ersten Ideen auszutauschen. So entwickelt sich der Ort am Pförtnerhäuschen allmählich zur Zukunftswerkstatt für Visionen und idealerweise zur Schnittstelle zwischen Stadtgesellschaft und Flughafengebäude.

„Wir fordern, dass auf 80.000 Quadratmetern – was rund einem Drittel der Gesamtfläche des Gebäudes ausmacht – dauerhaft bezahlbarer Raum für gemeinnützige und sich selbst tragende Projekte gesichert wird. Hier soll es Platz für offene Bildung, Kunst zum Erleben und Mitmachen, Räume für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten, Forschung und Vielfalt geben“, teilt die Initiative auf ihrer Webseite mit.

Noch vor und während der Sanierung des Gebäudes soll auf 10.000 Quadratmetern – was etwa 3,5 Prozent der Gesamtfläche bzw. der Fläche eines Hangars entspricht – in Selbstorganisation und Selbstmanagement ein Raum entstehen, der exemplarisch von den Nutzer-Gruppen selbstverwaltet wird, um die solidarische, zukunftsfähige und weltoffene Nutzung des Gebäudes zu erproben. „Wer sich für die Nutzung der Gebäude interessiert, kann unser Programm besuchen und auch gerne während des Festivals von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr spontan im Torhaus vorbeikommen“, lud Fuchs alle Interessierten zu einem Besuch am Columbiadamm 10 in Tempelhof ein..

=Christian Kölling=