Azubis des Neuköllner Grünflächenamtes sanierten und bepflanzten Ehrengrab von Reinhold „Krücke“ Habisch auf dem St. Thomas Friedhof

Bald hundert Jahre ist es her, dass der radsportbegeisterte Reinhold Habisch als Berliner Original im Schöneberger Sportpalast in die Geschichte des Sechstagerennens einging. Habisch wäre selbst gerne Radrennfahrer geworden, doch bei einem Verkehrsunfall mit einer Straßenbahn verlor er als 16-Jähriger ein Bein. Er war fortan auf Gehstützen angewiesen, weshalb er den Spitznamen „Krücke“ bekam. Beim Sechstagerennen, über das die Reporterlegende Egon Erwin Kisch 1925 die noch heute lesenswerte Milieustudie „Und dann brüllt das Publikum: ‚Hipp, hipp!‘“ schrieb, sorgte „Krücke“ auf dem sogenannten Heuboden unter dem Dach für Stimmung und wurde allmählich zur schillernsten Figur der Veranstaltung. Berühmt machten ihn vier schrille Pfiffe, mit denen er einen Walzer untermalte, den der Kapellmeister des Weiterlesen