Gruppenausstellung zeigt acht für den Neuköllner Kunstpreis 2019 nominierte Arbeiten

Zum dritten Mal wurde am vergangenen Freitag der Neuköllner Kunstpreis verliehen, für den sich in diesem Jahr rund 140 Künstlerinnen und Künstler mit Arbeitsplatz oder Wohnort im Bezirk bewarben. Der Kunstpreis will das – auch im internationalen Vergleich – beachtliche Niveau der künstlerischen Produktion in Neukölln anerkennen.

Die Jury zeichnete Lisa Premkes Installation „Von Mustern, die sich erzählen“ (2017) mit dem 1. Preis aus. Für die Endausscheidung waren Werke von acht Künstlerinnen und Künstlern nominiert. „Lisa Premke schafft eine dichte, poetische und höchst innovative Arbeit, die Klangkörper, farbenprächtiges Tafelbild und kinetisches Objekt zugleich ist“, urteilte das Preisgericht. Bestandteile des Werkes sind ein grober Rahmen aus Holz, der einem Webstuhl gleicht und ein in Peru gewebter Bildgrund. Über die Fläche laufen bunte Fäden. Sie bewegen fast unbemerkt Knoten zu den Rändern, wo sie verschwinden.

Platz 2 errang Ingo Gerken mit seiner Arbeit „Weltzeituhr“ (2018). Gerken verwandelte eine schlichte Wanduhr in ein irritierendes Objekt, indem er die Zeiger der Uhr durch mehrgelenkige Zeigerpendel ersetzte, die sich zwar im Kreis drehen, aber nach dem Zufallsprinzip bewegen. Petra Lottjes Arbeit „Verweilzeitphänomene“ (2018), die die wissenschaftliche Darstellbarkeit menschlicher Beziehungen untersucht, kam auf Platz 3. Die Siegerplätze waren mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert.

Die Wettbewerbsbeiträge der acht nominierten Künstlerinnen und Künstler werden seit dem Wochenende in einer Gruppenausstellung gewürdigt, die in der Galerie im Saalbau zu sehen ist. Gezeigt werden neben den Erstplazierten auch die Arbeiten von Stefanie Bühler, Johanna Jaeger, Océane Moussé, Natasza Niedziólka und Aurélie Pertusote.

Die Ausstellung wird bis zum 24. März in der Galerie im Saalbau (Karl-Marx-Str. 141); Öffnungszeiten: täglich 10 – 20 Uhr. Zur Finissage findet um 18 Uhr ein Rundgang durch die Ausstellung statt.

Für den Neuköllner Kunstpreis 2020 können sich alle Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz oder Atelier in Neukölln bis zum 15. Oktober bewerben.

=Christian Kölling=