Modulare Neubauten sollen dringend benötigte Schulplätze schaffen – auch am Koppelweg in Britz

Angesichts steigender Schülerzahlen will der Berliner Senat mit einer Schulbau-Offensive die dringend benötigten neuen Schulplätze schnell und kostengünstig bereitstellen. An mindestens 11 Standorten sollen in sechs Berliner Bezirken drei- und vier-zügige Grundschulen in modularer Bauweise errichtet werden. Unter anderem ist am Koppelweg in Britz der Bau einer 3-zügigen Grundschule vorgesehen.

In allen Fällen gibt die Bildungsverwaltung den verbindlichen Rahmen für die Flächengrößen und die Raumzuordnung der Neubauten vor. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen plant und baut die Projekte in Amtshilfe für die Bezirke. Zunächst forderte der Senat in einem geschlossenen Wettbewerb 15 Planerteams auf, Entwürfe für die modulare Schulbauten einzu-reichen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Vollgutlager in der Rollbergstraße gaben Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher und Bildungssenatorin Sandra Scheeres vorgestern die Ergebnisse dieses Wettbewerbs bekannt und stellten die Siegerentwürfe vor.

„Hier ist zum ersten Mal ein Wettbewerb realisiert worden, der für mehrere Standorte das Modell der Compartmentschule umgesetzt hat“, erklärte Bildungssenatorin Scheeres: „Wir haben die klassischen Flurschulen in Lern- und Teamhäuser umgewandelt. Damit wird die Grundidee des gemeinsamen Lebens und Lernens zwischen Kindern und Lehrkräften intensiviert“, sagte Scheeres. Im Mittelpunkt der Compartmentschule steht ein Forum, das Platz zur Kommunikation, zum Entspannen, Spielen und Lernen bietet. Um dieses Forum gruppieren sich Unterrichtsräume, Teamräume und technische Räume. Mit der Frage, wie Schulgebäude künftig gestaltet werden müssen, um die Anforderungen der Inklusion und des Ganztagesbetriebs zu erfüllen, hatte sich zuvor eine Facharbeitsgruppe Schulraumqualität als interdisziplinäre Expertengruppe beschäftigt.

Stadtentwicklungssenatorin Lompscher erläuterte, dass die bestplazierten Entwürfe der Modularbauten allesamt variabel genug seien, um die verschiedenen Anforderungen der einzelnen Schulstandorte in vollem Umfang zu berücksich-tigen. Ob für den Bau der dreizügigen Grundschule am Koppelweg – und an den vier anderen Berliner Standorten – letztendlich der erstplazierte Entwurf der h4a Gessert + Randecker Architekten GmbH, der zweitplazierte Entwurf der HerbstKunkler Architekten GmbH oder der drittplazierte Entwurf der Architekten Bruno, Fioretti, Marquez den Zuschlag erhalten, ist noch nicht entschieden.

Alle eingereichten Entwürfe für drei- und vier-zügige Grundschulen sind bis zum 12. Februar täglich von 13 bis 20 Uhr im Vollgutlager zu sehen.

=Christian Kölling=