Jobcenter, Sozialamt und LAF können jetzt Mitgliedsbeiträge für den Berliner Mieterverein übernehmen

Gute Nachricht zum Jahresbeginn für alle Mieterinnen und Mieter, die im Rahmen der AV-Wohnen Leistungen für Kosten der Unterkunft und Heizung nach dem SGB II, SGB XII (Sozialhilfe) und Asylbewerber-leistungsgesetz (AsylbLG) beziehen: Seit dem 1. Januar können das Jobcenter, das Sozialamt oder das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) nach einer entsprechenden Zustimmung den Mitgliedsbeitrag für zwei Jahre direkt an den Mieterverein zahlen. Wer bspw. wegen der Betriebskostenabrechnung, Schimmel, Kündigung, Modernisierung etc. einen mietrechtlichen Beratungsbedarf hat und Mietzuschüsse erhält, muss die Mitgliedsbeiträge also zukünftig nicht mehr selbst tragen. Das gilt auch für den Rechtsschutz.

In anderen Bundesländern seien bei der Kooperation zwischen Mieterorganisationen und Sozialleistungsträgern bereits seit Jahren gute Erfahrungen gemacht worden, hoben Sozialsenatorin Elke Breitenbach und Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher in einer gemeinsamen Presseerklärung hervor. Sie rechnen damit, dass die Höhe der abgewehrten Vermieterforderungen bei weitem den Betrag der übernommenen Mitgliedsbeiträge übersteigen wird. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir mit Übernahme von Mitgliedsbeiträgen durch das Land Berlin Mieterinnen und Mieter ganz praktisch bei der der Durchsetzung ihrer Rechte helfen und Wohnungs-verluste verhindern können“, sagte Breitenbach. Kooperationsvereinbarungen mit anderen Mieterorganisationen sollen folgen.

=Christian Kölling=

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