Neuköllner Kunstfestival blickt ins Futur III

Rund 90 Vorschläge gab es nach einem Open Call für das Festivalmotto der nächsten Auflage der 48 Stunden Neukölln. Dann tagte eine Jury, um per Abstimmung das Jahresthema 2019 zu ermitteln: Die Wahl fiel auf „Futur III“, den Vorschlag der Neuköllner Künst-lerin Claudia Simon.

„In der Gegenwart sind wir in komplexe Verhältnisse verstrickt und arbeiten uns an einem scheinbar alternativlosen Status quo ab“, erklären Dr. Martin Steffens und Thorsten Schlenger, die Festivalleiter. „Entwicklungen und Veränderungen erkennen wir allein in der Rückschau: Beruhigend wirken die erfolgreich konstruierten Kausalketten des Fortschritts. Der Blick in die Zukunft ist dagegen häufig geprägt von Prognosen, die von Bedrohung und Niedergang erzählen. Mithilfe der sperrigen, standardsprachlich nicht akzeptierten grammatikalischen Zeitform Futur III werden die 48 Stunden Neukölln zu einem Zukunftslabor, das diese Lähmung mit künstlerischen Mitteln konstruktiv durchbricht. Uns erwartet ein Festival, das die Folgen zukünftiger künstlerischer und gesellschaftlicher Handlungen antizipiert und für alle erlebbar macht.“

48 Stunden Neukölln findet im kommenden Jahr vom 14. bis 16. Juni statt. Bewerbungsschluss für Festivalbeiträge ist am 3. Februar; die Regis-trierung und Bewerbung für das Festival ist online möglich: www.48-stunden-neukoelln.de